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Fury In The Slaughterhouse (D) – Changes

Als im Jahr 2021 mit „Now“ das Comeback-Album erschien, war eine Band zu erleben, die sich endlich wiedergefunden hatte,

Fury In The Slaughterhouse (D) – Changes

Als im Jahr 2021 mit „Now“ das Comeback-Album erschien, war eine Band zu erleben, die sich endlich wiedergefunden hatte, die sich nach internen Querelen wieder zusammengerauft hatte und sich auf das Wesentliche, das Leben und die Musik, besinnen konnte. Seitdem ist die Band immer weiter zusammengewachsen, hat zahlreiche Shows vor ausverkauften Hallen und Arenen gespielt und dabei den zahlreichen Fans ein Gefühl zurückgegeben, das verloren schien. Nun sind die Hannoveraner mit ihrem neuen und damit fünfzehnten Album wieder da.

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Zu „Now“ sprach Kai Wingenfelder damals: „Wir kennen uns teilweise seit unserer Jugend, wir sind zusammen durch Amerika getourt, haben Millionen Alben verkauft – das schmeißt du nicht einfach so weg. Deshalb haben wir ja immer wieder mal gespielt bei besonderen Anlässen. So richtig gefunzt mit uns hat es dann, als wir 2017 noch mal die ‚Klassentreffen‘-Konzerte gespielt haben.“ Genau diese Energie war dann auch wieder spürbar und so war es auch nur logisch, dass 2023 mit „Hope“ ein würdiger Nachfolger erschien. Der Spirit der „alten“ Tage war wieder da und sie schafften es mit dem Album zum ersten Mal in der langen Karriere auf Platz 1 der Charts. Der treffende Titel „Changes“ des nun dritten Albums seit des Comebacks schließt genau da, macht den Weg für vielleicht die nächste Nummer 1 möglich. Hier treffen typische Fury-Songs auf Songs, die stellenweise schon mal an R.E.M. erinnern, wie im balladesken „Believe“, das autobiografischer Natur ist: „Da saß ich im Studio und schrieb diesen sehr persönlichen Text in Echtzeit, während der Song gerade musikalisch Fahrt aufnahm.“ Kai Wingenfelder, der auf einer christlichen Schule war, aber längst aus der Kirche ausgetreten ist, singt darin sehr ergreifend über das Thema Glauben. In der zweiten Strophe heißt es da: „R.E.M lost their religion / Whatever that might be / The path is the destination / that’s what I can’t see / There are just too many gods / to match for me to choose / In the end they’re all the same.“ Im Chorus klagt er: „I can’t say how I like to believe / But I can say that I lost the trust.“ Im Gespräch sagt Wingenfelder: „Ich würde gerne glauben. Das ist wirklich so. Man hat dann was, an dem man sich festhalten kann. Aber ich habe ein Problem mit der Kirche.“

Photo: Olaf Gebert

Der Albumtitel steht aber nicht für Veränderung im musikalischen Sinn, sondern spielt auf die Gemeinschaft an. „Changes“ ist das erste Album, das im Zusammnenwirkung aller Bandmitglieder entstanden ist. Dafür zog sich die Band nach Langeland in Dänemark zurück, wo dann fernab des täglichen Trubels das Album nach und nach Gestalt annahm: „Auf Langeland war wirklich eine sehr schöne Stimmung. Wir mussten uns um nichts kümmern, außer um die Musik. Zwischendurch haben wir was gegessen und sind mindestens einmal pro Tag ans Meer, um zu gucken, welcher Tanker gerade vorbeifährt.“, so erzählt Sänger Kai Wingenfelder für den Promotext. Dabei hat die Band auch gelernt nicht auf den Erfolg zu schielen, nicht diesen einen, perfekten Song für die Charts zu schreiben, sondern ihren eigenen Gefühlen, dem Erlebten und der Verbundenheit zu der Gemeinschaft zu folgen. Fury wäre aber auch nicht Fury, wenn nicht auch politische Statements zur derzeitigen Lage eine Rolle spielen würden und das ist auch gut so. Dass dabei natürlich die Frage im Raum steht, ob sich Rock’n’Roll aus der Politik heraushalten sollte, liegt auf der Hand. Doch wer schweigt verdrängt nur und übersieht das Offensichtliche und Schweigen war bei der Band noch nie ein Thema. „Changes“ ist ein Album, das sich einerseits auf die eigenen Wurzeln besinnt und sich doch nicht vor der eigenen Courage versteckt. Die Band geht in diesem Sommer noch weiter auf Tour (siehe unten) und man kann sich dann auch von der Energie der Band überzeugen, einfach einen grandiosen Abend erleben.

Fazit: „Changes“ ist der letzte Teil einer Trilogie, das sich nahtlos an die beiden Vorgänger anschließt.

  1. Changes
  2. 9 Lives
  3. Youth Is Wasted On The Young
  4. Lost And Found
  5. Viva La Revolución
  6. Believe
  7. Fix This Crack
  8. When We Were Young
  9. Years Of Thunder
  10. Sister Moon
  11. Dream About You
  12. Sorrowland

Label: Starwatch Entertainment / Sony Music

VÖ: 26.06.2026

Laufzeit: 39:30 Min.

Herkunft: Deutschland

Stil: Rock

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