RUINS OF THE PAST – „Ruins of the Past“

RUINS OF THE PAST – „Ruins of the Past“

📁 Reviews 🕔16.Oktober 2017
RUINS OF THE PAST – „Ruins of the Past“

(Quelle: www.facebook.com/RuinsOfThePast/)

RUINS OF THE PAST – “Ruins of the Past”

Label: darkest age

Laufzeit: 54:19 min

VÖ: 01.10.2017

Genre: symphonischer, hymnischer, wunderschön trauriger und langsamer Death Metal

 

Hinter RUINS OF THE PAST steckt Tobias Jäpel (Kalibos), der nun das gleichbetitelte Debüt vorlegt. Und wie er vorlegt!

In langsamen, langen Stücken wird die dunkle Vergangenheit beschrieben, versunkene Reiche, einst erbaut aus Blut, Gewalt und Tod, nun auf ewig versunken im Gestern. Dabei schält sich zum Ende hin aus der Masse an Leibern und Seelen das Schicksal des Einzelnen, der verloren und voller Trostlosigkeit auf seine Existenz zurück blickt, der er entfliehen will, aber nicht kann. Tod als Erlösung, keine Hoffnung, nie, nirgendwo.

Die Texte sind symbiotisch verwoben in hymnischen Stücken, in denen mich Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung in melancholischen Melodien umfließen, die sich immer wieder beunruhigend und bedrohlich auftürmen, mich umfangen und tief auf mein eigenes Selbst zurück werfen. Die Stücke entfachen einen wahrhaft hypnotischen Sog, der sich einem Mahlstrom gleich aufbaut und stetig strudelnd vorangetrieben wird von teils stampfenden, teils orchestralen Rhythmen. Als Orientierung seien stark gebremste Dark Tranquillity oder Amorphis genannt, zu denen RUINS OF THE PAST vor allem instrumental und stimmlich eine gewisse Verwandtschaft aufweisen, während in der Grundstimmung October Tide, Enshine und Ex Deo grobe Grenzpunkte bilden.

Hervorzuheben ist „The Fallen Empire“, ein Stück, das mit seinen Widerhaken, Stacheln und Windungen so wunderbar anders ist. Vor dem abschließenden vertonten Gedicht Edgar Allan Poes „The Lake“ ist es jedoch das Titelstück, das in seiner seelenwunden und herzzerreißenden Verzweiflung das grandiose Finale einer sphärischen und mystischen Reise darstellt.

Einziger Kritikpunkt: Ich wette, ursprünglich war das alles Mal als ein Stück konzipiert. Es lohnt sich, die einzelnen Teile wieder zu einem Werk zusammenzufügen. Das dürft ihr mir glauben! Nichts destotrotz: Ein grandioses Stück Musik, das sich zu genießen lohnt!

Tracklist:

  1. Preludium (Instrumental, 1:37)
  2. Ocean of Tears (6:55)
  3. The Fallen Empire (7:46)
  4. Luciferian Messiah (7:01)
  5. Blood Red Flag (4:29)
  6. Ashes (Instrumental, 1:43)
  7. Apnoea (7:46)
  8. Ruins of the Past (9:59)
  9. The Lake (7:03)

 

 

 

 

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