VERNI – im Interview mit D.D. Verni (Overkill) über das erste Soloalbum!

VERNI – im Interview mit D.D. Verni (Overkill) über das erste Soloalbum!

📁 Allgemein, Interviews, Musik 🕔01.Oktober 2018
VERNI – im Interview mit D.D. Verni (Overkill) über das erste Soloalbum!

Mit dem ersten Solo-Album “BARRICADE” stellt D.D. Verni, seines Zeichens Mastermind und Stilikone gleichermaßen der New Yorker Thrash-Könige von OVERKILL, eine etwas andere Seite seines musikalischen Schaffens vor. Ein Album-Review folgt etwas später hier auf METALGLORY. Vorab hattn wir etwas Zeit, D.D.VERNI zu seinem Solo-Projekt zu interviewen.

MG: Gratulation. “BARRICADE”, Dein erstes Solo-Album, ist tatsächlich ganz anders als OVERKILL und Dein Side Project BRONX CASKET CASE, beeindruckend sowohl heavy als auch rockig, aber eben ganz anders als Dein “Baby” OVERKILL und BCC. Wieso sind diese 10 Songs nicht bei einem der erstgenannten gelandet?

D.D.: Für mich sind diese Songs ganz klar weder OVERKILL noch BCC, sie haben irgendwie ihr ein eigenes Selbst entwickelt. Und als ich die Stücke so langsam zusammensammelte, sagte ich zu mir selbst: “Vielleicht ist es Zeit, ein Solo Album zu probieren” und von da an entwickelte es sich in diese Richtung. Ich schreibe ständig Songs, die Frage ist eher, wo sie dann auftauchen. Diese Songs habe ich im Laufe von ca. einem Jahr zusammengeschrieben. Ich hatte nunmal ein paar – wie ich schon sagte – die eben nciht zu OVERKILL oder BCC passten, und die ich trotzdem sehr mochte. Als ich diese Ideen dann zur Seite legte und dann zusammenstellkte war klar: das ist eine andere Band.

MG: Wer singt?

D.D.: Ich singe, ich habe alle Vocals auf der Scheibe eingespielt. Es begann ja mit der BCC “Antihero”, wo cih bereits alle Vocals gemacht hatte, das hat mir ne Menge Spaß gemacht, auch die Lyrics eben zu schreiben und die Melodien zu entwickeln, also war dieses erneut eine gute Gelegenheit, etwas auszuprobieren.

MG: Wenn man BARRICADE durchhört, fällt auf, dass Du durch eine Reihe doch sehr unterschiedliche Einflüsse inspiriert warst, “HEAVENCALLING” beispielsweise ist schon recht weit weg von einem Metal-Song, sondern eher ein Rock-Song, fast eine Rock-Oper!

D.D.: Naja, ich weiss nicht, Rock-Opera? Es ist wohl eher ein Rock Song, schätze ich. Eine Menge der Scheibe hat Rock und Punk und eben auch Metal Einflüsse, also von allen Genres, die ich nun mal liebe, ist etwas dabei. Daher dachte ich, dass das wirklich nicht zu OVERKILL passt, was ja nun Thrash und Energie ist, während BCC ja doch die Doom-Ecke füllt.

MG: Hast Du dir die Musiker, die auf “BARRICADE “ zu hören sind, extra basierend auf dem gewünschten Sound udn Klangspektrum ausgesucht, oder haben Deine musikalischen Begleiter beim Songwriting aktiv mitgemacht?

D.D.: Nein, die Jungs haben nichts mitgeschrieben, aber sie völlig freie Hand was die Soloarbeit angeht. Und ja – es gab einige Songs, wo ich genau wusste, wem ich diese zuordne. Bruce von TROUBLE zB hatte ich “OFF MY LEASH” geschickt, weil das doch vom Flair Richtung BLACK SABBATH geht, während ich “WE WERE YOUNG” an Steve Leonard geschickt hatte, der bei ALMOST QUEEN spielt, denn ich wollte eine Queen-ähnliche-Stimmung im Solo haben, also habe ich ihn extra gebeten udn er hat das großartig umgesetzt.

MG: Schauen wir auf Ron Lipnicki, mit dem Du über viele Alben sehr vertraut bist – wie liefen dort die Aufnahmen ab? Habt ihr die Songs gemeinsam wie in einer Jam-Session eingespielt (mit den jeweiligen Gitarristen) oder waren die Songs bereits fertig und sind dann anschließend noch ergänzend einspielt worden? Habt ihgr sie gemeinsam im Studio für die Aufnahme eingespielt?

D.D.: Ich hatte alle Songs auf Demo vorhger udn die dann zu Ron geschickt. ER kam dann ins Studio und hat die Drumtracks eingespielt. Ich habe so oft mit Ron aufgenommen – es war so einfach und reibungslos, er ist einfach ein guter Drummer. Als das fertig war, habe ich das dann Virus gegeben. Ich wollte cniht alle Rhythmusgitarren selbst einspielen und ich liebe, was Virus bei DOPE spielt. Er kannte also alles, ich schickte ihm die Demos und die eingespielten Drumtracks und er hat die Gitarren eingespielt und mir den Stuff zurpckgeschickt – wir haben also die Songs nie zusammen im Studio gespielt. Das gilt auch für die Solos: ich habe den einzelnen Jungs die zugeordneten Tracks geschickt, erläutert, wie und wo ich mir das Solo vorstelle und habe sie dann machen lassen. Die haben mir dann die fetigen Tracks zurückgeschickt, ich habe diese dann Zeuss zum Mischen gegeben – und ich finde, er hat einen großaretigen Job gemacht, die Scheibe klingt wirklich gut.

MG: Offensichtlich ist zudem, dass der Bass-Sound auf “BARRICADE” definitiv anders ist als das, was wir von Dir bei OVERKILL kennen. Welches Stack hast du benutzt, andere Bässe, anederAmps?

D.D.: Ich habe schon einen sehr speziellen Bass-Sound – aber ich wollte dieses gerade nicht auf dieser Scheibe haben. Ich finde, dass dies wirklich ein Stilelement von OVERKILL ist, also habe ich andere Bässe und andere Amps versucht.  Zudem sind alle Songs in anderer Stimmung , also tiefer oder höher gestimmt, und das ändert den Bass-Sound schon sehr erheblich – ich denke, dieses Album hat schon seinen sehr eigenen Sound, ganz anders als die anderen beide Musikprojekte …

MG: Der vielleicht am wenigsten zu erwartende Song auf “BARRICADE” ist vermutlich “We were Young”. Gibt es da eine spezielle Story dazu – und war das Deine erste “echte” Ballade?

D.D.: Naja, Balladen und Hymnen habe ich ja auch vorher schon gemacht, aber vermutlich nicht so abgemischt wie dieser Song. Dieser Songs ist irgendwie auch keine Ballade, und irgendwie auch nicht recht eine Hymne. Aber ich werde auch älter und das Publikum auch und irgendwie blicken wir doch auch zurück und gucken auf den Unfug, den wir früher so angestellt haben. Darum geht der Song im Kern. Es hat echt Spaß gemacht, den aufzunehmen, mit den ganzen Background Vocals, ein paar meiner Schwestern und meiner Familie singt im Hintergrund mit.

MG: Hast Du einen eigenen Lieblingssong auf “BARRICADE”? Wenn ja, warum?

D.D.: Vielleciht Miracle Drug. Ein netter mix aus Punk und Rock, ich liebe Chori wie diesen. Es geht darum, von der Tour zurück zu kommen und Zeit mit der Familie zu verbringen .. also am ehesten dieser – wobei: irgendwie mag ich Sie alle, ha!

MG: Gibt es einen Song mit einer besonderen Botschaft – willst Du uns was mitgeben in dieser Richtung?

D.D.: Vielleicht Night of the Swamp King. Reine Fiktion, durchgeknalltes Zeug, keine Nachrichten, kein sozial relevanter Schrunz, einfach eine coole Story. Ich liebe solche Geschichten udn Bücher – hierzu wird es auch das Haupotvideo zu der Scheibe geben, wir arbeiten geraden daran – fast ein kleiner Horror-Film, ich bin ziemlich fasziniert und aufgeregt grad diesbezüglich.

MG: Es gibt doch so einige fette Kompositionen auf “BARRICADE”, wo ich mir schon vorstellen kann, dass Bobby Blitz diese live perfored, zB “Off my Leash”. Könnte das ein – auch wenn es nicht pures OVERKILL ist?

D.D.: HA! – Nein, diese Songs passen nicht – niemals!

MG: Angesichts der Tatsache, dass eine Menge verschiedener Musiker auf BARRICADE spielen – ist eine (kurze) Tour (in Europa) hgepplant udn wenn – wie könnte das Line-Up aussehen?

D.D.: Mal sehen. Wir schauen mal , ob Tour was ist. Wenn alles gut zusammen kommt – dann fange ich mal an, ein paar Leute anzurufen und mal sehen, wer kann, wer passt und wer Bock auf eine Tour hat. Zumal das auch eine Idee an einem Solo-Projekt ist – jede Show mit einer anderen Truppe. Könnte sowohl für die Fans und für die Band lustig sein – mal sehen, abwarten, schauen, was passiert …

MG: D.D., danke für das Interview und viel Erfolg für die Zukunft.

VERNI (USA) – Barricade

 

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O-Ton Interview (englische Version):

MG: Congratulations. “BARRICADE”, your first Solo Album is a record really different from OVERKILL and your side project Bronx Casket Co., terrifying both heavy and rock, but definitely unlike your “Baby” OVERKILL and BCC.

Why did those 10 Songs not evolve in another OVERKILL or BCC record – wouldn’t that have been easier?

D.D:  To me clearly the songs are not Overkill or Bronx Casket Co, so they kind of took on their own life.  And little by little as I saw them start to accumulate I said well maybe it’s time to try a solo record and from there it just kind of evolved.

MG: When did the idea evolve doing a solo Album and how long was the songwriting and recording process?

D.D.:  I am always writing song, so where they wind up is more the question.  These songs were written probably over the course of a year or so.  I had a few like I said that did not fit with Overkill or Bronx Casket Co that I really liked.  So when I pulled them aside and starting adding to them it became apparent this would be a different band.

MG: Who is singing on the Album? We did not find out!

D.D.:  Thats me.  I did all the vocals on this.  It started with last Bronx Casket Co record Antihero where I did all the vocals, and I had a lot of fun doing them and writing lyrics and melodies, so here was another opportunity to try some stuff.

MG: Listening to BARRICADE, it comes clear that you are inspired by many obviously very different influences. “HEAVEN CALLING” for instance is (mostly) far away from even a Metal Song but is a really Rocksong, even a RockOpera.

DD:  Well I don’t t know about rock opera ha!  But it is more of a rock song I guess .  A bunch of the record has rock and some punk and some metal stuff, so a little of all the genres I love.  Thats why I thought it really did not fit with Overkill which is about thrash and energy, and bronx casket which is a lot of doom and gloom.

MG: Did you exactly choose the Musicians for your record “BARRICADE” based on what it what supposed to sound like, or did your fellow musicians took part in additional songwriting once the Song came to them?

D.D.:  No the guys did not participate in writing, but they had a totally free hand to play whatever solo they wanted or felt like should be there.  There were a few songs specifically I gave to certain guys, like Bruce from Trouble I sent Off My Leash because it has a little Sabbath kind of flair, and We Were Young I sent to Steve Leonard, he is in a band called Almost Queen, and I wanted a Queen vibe for the solo, so I sent that to him spoecifically and he did a great job.

MG: Regarding Ron Lipnicki, who you are very familiar with concerning recording, how was the recording process? Did you jam on the Songs together [with the chosen guitarists) or were the Songs already completed and then overdubbed with additional guitars? Did you all meet in the Studio for performing the Songs and record to bring them on tape?

D.D.:  I had demo-ed all the songs before hand and then sent them to Ron.  Then he came into my studio and we did all the drum tracking.  I have worked with Ron so much it was easy and seemless, he’s just a really good drummer.  And then when they were done I reached out to Virus. I did not want to do all the rythym gtrs on this one and I loved his stuff in Dope.  So he was into it and I sent him the demo and finished drums and he put gtrs down and sent to me, so no we never played these songs together.  Same for the solo’s I sent a track to each guys with notes on where the solo went and they did their thing and sent back files, and I sent the whole thing over to Zeuss to mix and he did an amazing job I think the record really sounds good.

MG: Obviously, also the Sound on “BARRICADE” is definitely different from what we are used to listen to from your bassplay in Overkill. Which gear did you use, did you use different basses and amplifiers?

D.D.:  I have a very distinct bass sound but I did not want that to be part of this record.  I kind of feel like that is a signature Overkill thing, so I did use differwent basses and amps on this.  Plus all the tunings are different on this record compared to Overkill and that changes the bass dramatically, but I think this record has it’s own uique sound, different from both other things I have done.

MG: The most unexpected track on “BARRICADE” is probably “We were young”. Is there a special story behind it and was this the first time you did somewhat like a ballad?

D.D.: I have done ballad and anthem type songs before, but I don’t think a mix like this.  Ths song is not quite a ballad and not quite an Anthem.  But as I get older and the audience gets older you reflect more on past days and the crazy shit we did.  So a song was just forming around that idea.  Defintely a fun song to do, all the big background vocals, and I had a bunch of my sisters and family sing on some parts.

MG: Do you have a favourite song on “BARRICADE”? If so, why?

D.D.:  Ya know maybe Miracle Drug.  It has a nice mix of punk and rock, I love choruses like the one in that song as well.  Its about coming off the road and spending time with my family too…so maybe that one?  But I kinda like em all ha!

MG: Is there any song with a special (social, political, religious or simply funny) message that you want to share with us?

D.D.:  Well maybe Night of the Swamp King.  I love to put songs on record where the lyrics are a completely made up story.  No ripped from the headlines, or socially relevent crap, just a cool fiction story.  Those are the books I love to read and the movies I like best.  That will also be the lead video for the record.  We are working on that now, it’s almost little a little mini horror movie, so very psyched about that.

MG: There are many really fat compositions on “BARRICADE”, where I can really imagine how they would sound like if Bobby Blitz would perform them (e.g. “Off my Leash”). Is there any idea to share your songs on stage despite not being pure OVERKILL – Tracks?

D.D.: ha!  No…..these songs I don’t think would ever fit in that context.

MG: As you had many different – and pretty busy – musicians, is there a (short) Tour planned (in Europe) and if so, what will the Line-Up be?

D.D.:  We’ll have to see.  We are looking at some touring now.  If something comes together that looks like fun I’ll start calling around and see whos available and who  might like to go out and do a tour. Thats kind of the idea with a solo band, each time there is a show it may be a different group of guys.  Could be fun for the fans and for the band, so we’ll just have to wait and see.

MG: D.D., we thank you for the interview. All the best for the release and the future.

 

 

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