Thomsen (D) – III

Thomsen (D) – III

📁 Allgemein, Musik, Reviews, Tipp der Redaktion 🕔21.August 2021
Thomsen (D) – III

In der Szene ist René Thomsen schon seit einer Ewigkeit kein Unbekannter mehr. Mit seiner Firma BRS (Backline Rental Service) hat er schon für die Großen gearbeitet und bestückt auch immer wieder Fernsehshows mit seinem Equipment. 2009 wurde dann ein lange gehegter Traum in die Realität umgesetzt und mit „Let‘s Get Ruthless“ erschien das Debütalbum der Hannoveraner Combo. Das Album zeichnete sich durch schnörkellosen Metal alter Schule aus, wobei besonders Accept und Co. Als große Helden herauszuhören waren. Aufgrund seiner enormen Kontakte in die Szene fiel es ihm natürlich auch nicht schwer die richtigen Leute für sein Vorhaben zu rekrutieren. Der Nachfolger „Unbrokenerschien dann 2014 und setzte den eingeschlagenen Pfad zwar fort, konnte aber nicht so deutlich überzeugen wie das Debüt. Nun, 7 Jahre später, folgt endlich ein neuer Dreher von René und seiner Band

III“ ist genau genommen der wahre Nachfolger zum Debüt, schlägt in dieselbe Kerbe und kann wieder mit mächtigem und druckvollem Sound aufwarten. Wer vor allem das Debüt noch in den Ohren hat, wird sich an eben genau diesen mächtigen Sound erinnern, bildete er doch genau das Fundament, das für die Songs so wichtig ist. Gemischt hat das Album übrigens niemand anderes als Charlie Bauerfeind, der schon so manches Stück Stahl veredeln durfte. Die Band hat diesmal mit Jürgen Wulfes am Gesang einen Rückkehrer, durfte er seine Stimmbänder doch schon auf dem Debüt zum Vibrieren bringen. An der zweiten Gitarre neben René finden sich mit Niklas Turmann und Michael Kolar zwei Neue in der Band, die perfekt passen und die amtliche Basis für die Songs legen. Die Songs bewegen sich weitestgehend im Metal deutscher Art, wie ihn speziell in den 80ern Bands wie Accept, Grave Digger oder auch Saxon gepflegt haben. Ein kleiner Spritzer Moderne ist hier und da auch zu finden, was dem Album einen zusätzlichen Charakter verpasst. Riffing und Soli sind zeitgemäß, wobei Thomsen es tatsächlich fertig bringen speziell Soli zu Gehör zu bringen, die man noch nachverfolgen kann und nicht aus dem sinnlosen Aneinanderreihen von zig Noten bestehen. Soli zum Mitpfeiffen? Finden sich hier. Dabei kommt den Songs auch das kraftvolle Riffing zu Gute, scheinen einige Songs fast schon ein einziges Riff zu sein. Herrlich! Hört euch „Set Me Free“, „Salvation“ oder „Nightfall“ an und macht vor allem nicht den Fehler „Turn On The Light“ zu früh auszuschalten Zum einen ist es der einzige Song, den René selber singt und das macht er übrigens ganz ausgezeichnet (bitte mehr davon) und zum anderen beinhaltet der Song eine sehr persönliche Botschaft. Und dann gibt es da noch eine kleine Überraschung, die zum leichten Schmunzeln einlädt. Aber das müsst ihr schön selbst entdecken. Vielleicht kann man dem Album, Dauernörgler werden es ohnehin tun, vorwerfen zu eintönig zu sein. Aber wann haben wir zuletzt ein Album gehört, dass einfach nur puren Spaß verbreitet? Bitteschön… hier ist es.

Mehr dazu könnt ihr übrigens auch noch im Interview: https://www.metalglory.com/thomsen-du-musst-lieben-was-du-machst/

Fazit: Ein bockstarkes drittes Album der Hannoveraner.

  1. Rise

  2. Fight

  3. Nightfall

  4. I Can See The Light

  5. Liar

  6. Salvation

  7. Forget It

  8. Set Me Free

  9. Passion

  10. Turn On The Light

Label: Artist Station

VÖ: 20.08.2021

Laufzeit: 39:35 Min.

Herkunft: Deutschland

Stil: Classic Metal

Webseite: https://www.rene-thomsen.de

Facebook: www.facebook.com/pg/thomsenband/

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