The Who (UK) – Live At Eden Project
Seit mehr als 60 Jahren sind The Who nun schon aktiv und scheinen noch immer für Live-Shows zu brennen.
Seit mehr als 60 Jahren sind The Who nun schon aktiv und scheinen noch immer für Live-Shows zu brennen. Sie gelten für viele als ein Initialmotor, gehören zu den einflussreichsten Bands aller Zeiten und konnten sich vor allem mit ihrer unbändigen Energie an der Spitze halten. Eine ganze Musiklandschaft zu prägen ist etwas, das in der heutigen Zeit kaum mehr möglich scheint, zumal nur sehr wenige Bands heute die Zeit haben sich entwickeln zu dürfen. The Who haben Rockopern geschrieben, als noch niemand wusste was das überhaupt sein soll. Mit „Live At Eden Project“ kommt nun der Mitschnitt eines außergewöhnlichen Konzerts auf den Markt.
Mit „Live At Eden Project“ fügt die Band ihrem musikalischen Vermächtnis eine weitere Glanztat hinzu, ist es doch eine wegweisende Live-Aufnahme, die die rohe Kraft und künstlerische Ambition ihres unvergesslichen Auftritts im Juli 2023 im legendären Eden Project in Cornwall einfängt. Unzählige Künstler haben dort bereits gespielt. Doch einige der bekanntesten dürften wohl die Konzerte von Peter Gabriel sein, der im Laufe der Jahre mehrere Male dort beeindruckende Konzerte gegeben hat. Eingebettet in eine der nachhaltigsten und visuell beeindruckendsten Veranstaltungsstätten Großbritanniens – ein atemberaubendes Netzwerk aus Biomen inmitten der Landschaft Cornwalls – steht das Konzert auch für ihre anhaltende kulturelle Relevanz. Unterstützt vom Heart of England Philharmonic Orchestra lieferten die Gründungsmitglieder Pete Townshend und Roger Daltrey eine Darbietung, die klassische Rock-Intensität mit orchestraler Größe verschmolz. Die natürlichen akustischen Eigenschaften und die geschlossenen Strukturen des Eden Project schufen eine warme, detailreiche Klangumgebung, deren Klarheit und Intimität von traditionellen Stadionkonzerten kaum erreicht wird. Mit einem klassischen Orchester zu spielen, die Songs entsprechend zu arrangieren, haben The Who bereits gezeigt und doch ist das Eden Project etwas ganz anderes. Beflügelt durch die architektonische und nachhaltige Landschaft ließen sich The Who zu Versionen inspirieren, die den Songs immer wieder neue Strukturen verpassen und sie in ein anderes Licht verpacken. Die geringere Kapazität ermöglichte eine tiefere Verbindung zwischen Band und Publikum, förderte eine intensivere Interaktion, stärkere emotionale Resonanz und das Gefühl, Teil der Performance zu sein, statt sie aus der Distanz zu beobachten. Diese Intimität, kombiniert mit dem ausgefeilten orchestralen Ansatz der Band, zeigt The Who in einem prägenden Moment ihrer modernen Ära. „Live at Eden Project“ präsentiert zudem eine der stärksten Setlists aus der orchestralen Phase von The Who. Die Performance umfasst eine vollständige Tommy-Suite – von „Overture“ bis „We’re Not Gonna Take It“ – mit einer dramatischen Geschlossenheit, die frühere Darbietungen übertrifft. Neben geliebten Hymnen wie „Baba O’Riley“ und „Pinball Wizard“ enthält das Album selten gespielte Perlen wie „Cry If You Want“, „Anyway, Anyhow, Anywhere“ und „The Rock“ und bietet damit eine Reise durch den umfangreichen Katalog der Band, die Hits, Raritäten und orchestrale Glanzstücke mit bemerkenswerter Leichtigkeit vereint. Mit „I Can’t Explain“ geht die Band auch zurück zu ihren Anfängen und bietet die erste Hitsingle in einer bestechenden Version an. Mit „Baba O’Riley“ findet das Album dann sein Ende und man ertappt sich dabei sofort wieder von Anfang zu starten.
Fazit: The Who ist mit „Live At Eden Project“ ein Album gelungen, das die orchestrale Seite genauso zeigt, wie die rockige und macht genau deswegen einfach nur riesigen Spaß.
- Overture
- 1921
- Amazing Journey
- Sparks
- The Acid Queen
- Pinball Wizard
- We’re Not Gonna Take It
- Who Are You
- Eminence Front
- The Kids Are Alright
- You Better You Bet
- Anyway, Anyhow, Anywhere
- Substitute
- I Can’t Explain
- My Generation
- Cry If You Want
- Won’t Get Fooled Again
- Behind Blue Eyes
- The Real Me
- I’m One
- 5:15
- The Rock
- Love, Reign O’er Me
- Baba O’Riley
Label: earMUSIC
VÖ: 29.05.2026
Laufzeit: 121:36 Min.
Herkunft: UK
Stil: Rock



