The Bros. Landreth (CDN) – Dog Ear
The Bros. Landreth sind schon lange kein Geheimtipp mehr und haben sich mit ihrem letzten Album „Come Morning“ (2022)
The Bros. Landreth sind schon lange kein Geheimtipp mehr und haben sich mit ihrem letzten Album „Come Morning“ (2022) eine neue Fanschar erspielen können. Die Band, die vorrangig aus den Brüdern Dave und Joey Landreth besteht, hat sich mit ihren tief empfundenen Songs, ihrer kreativen Musikalität und ihren kraftvollen Auftritten die Anerkennung der Kritiker und ein treues Publikum erworben. Seit ihren Anfängen in der kanadischen Heimat Winnipeg – als sie noch als Babys die Auftritte ihres Vaters besuchten („Mama hat uns in einen Stubenwagen gelegt und unter die Bartische geschoben“, sagt Dave) – haben die Brüder ihr Leben lang Rockclubs, Theater und Musikfestivals in Nordamerika, Großbritannien, Europa und Australien bespielt. Mit „Dog Ear“ legen sie nun ihr neuestes Werk vor.
Dass eine Band touren muss, ist normal und gehört zum Geschäft dazu. Dabei nutzen viele Künstler den Tour-Alltag und vor allem die freie Zeit für neue Songs und so ließen sich auch die Bros. Landreth von den jüngsten Live-Auftritten beflügeln und kehrten ins Studio zurück. Vor allem die Spontanität eines Live-Auftritts war es, die den Songs zum Leben verhalf und der Band einen wesentlich einfacheren Weg zum Songwriting ebnete. Die Band beschreibt das Album als ein sehr persönliches und emotionales Werk, das sich mit Themen wie Familie und der Suche nach Stabilität inmitten des unsteten Lebens eines Tourmusikers auseinandersetzt; es geht „wirklich darum, herauszufinden, was es bedeutet, eine beständige Kraft im Leben der Menschen zu sein, die einem am Herzen liegen“. Mit Songs wie dem Titeltrack – er wurde für die Kinder der beiden geschrieben –, fängt das Album die rohe und konzentrierte Energie im Studio ein. Es enthält eine Handvoll magischer First Takes und kreative Kollaborationen mit der Pop-Sängerin Begonia, dem Keyboarder Glenn Patscha sowie einen kraftvollen Gastauftritt ihrer langjährigen Heldin Bonnie Raitt. Die Bros. hoffen letztendlich: „Vielleicht bleibt etwas von diesem Album in deinem Kopf hängen oder schlägt Wurzeln in deinem Herzen… Vielleicht, nur vielleicht, wird es sich in eine kleine nützliche Ecke deines Lebens einschleichen, so wie es Songs manchmal können.“ Kann man mehr von einem Album erwarten? Wenn man es als Künstler schafft, dass man Songs schreibt, die sich festsetzen, die im idealen Fall sogar dazu geeignet sind Erinnerungen als Anker zu dienen, dann gibt es kein größeres Lob und das ist den Bros. Landreth z.B. mit dem herrlichen „Tumbling Wild“ gelungen. Mit einer Leichtigkeit schmeichelt sich der Song in die Erinnerung, wächst und lässt Bilder im Kopf entstehen. Ein weiterer großer Song ist das Duett mit Bonnie Raitt, die in „Knuckles“ ihr außergewöhnliches Talent erneut unter Beweis stellt. Dave Landreth sagt über den Song: „Manche Beziehungen halten der Zeit stand, aber viele tun das nicht. Selbst die guten können sich auflösen, auseinanderbrechen, auseinanderleben. In „Knuckles“ geht es um die Idee, dass es manchmal das Letzte ist, was man für jemanden tun kann, ein Punchingball zu sein, wenn es einfacher ist, alle Schläge einzustecken, als die andere Person zu bitten, sich Dingen zu stellen, für die sie noch nicht bereit oder willens ist.“ Ein emotionales Statement, dass die Wichtigkeit des Albums deutlich abbildet und gleichzeitig die Relevanz der Band verdeutlicht. „Dog Ear“ ist ein Statement, ein Zeichen für Wertschätzung, Familie und das Überwinden von inneren Schranken und Mauern.
Fazit: Auch das vierte Album ist ein weiterer Beweis für die Eigenständigkeit der Bros. Landreth.
- Sunrise, Sunset
- I’ll Drive
- Half Of Me
- Vincent
- Half Moon Eyes
- Tumbling Wild
- Dog Ear
- Knuckles
- Let Me Down Easy
- Wide Awake And Dreaming
- Strange Dear
Label: Birthday Cake Records
VÖ: 31.10.2025
Laufzeit: 38:18 Min.
Herkunft: Kanada
Stil: Blues, Roots Rock




