Midway – Für die Freiheit (Film)

Midway – Für die Freiheit (Film)

📁 Film, Reviews 🕔19.März 2020
Midway – Für die Freiheit (Film)

Inhalt:
Pazifik, 4. bis 7. Juni 1942: Demokratie und Freiheit stehen auf dem Spiel, als es nach dem Angriff auf Pearl Harbor bei den abgelegenen Midwayinseln zu einem entscheidenden Aufeinandertreffen kommt, bei dem die zahlenmäßig geschwächte US-amerikanische Marine und Luftwaffe allen Widrigkeiten trotzt, um sich einem in jeder Hinsicht überlegenen Gegner zu stellen. Mit Mut, außergewöhnlicher Entschlossenheit und historisch beispielloser Gefechtskunst konfrontieren sie die Kaiserliche Japanische Marine in einer atemberaubenden Luft- und Seeschlacht, die den entscheidenden Wendepunkt des Pazifikkrieges einleiten soll…

Review:
Es ist ja immer so eine Sache mit den Roland Emmerich Filmen und ich hatte ehrlich gesagt auch bestimmt nicht eine übertriebene Erwartung an diesen Film. Eigentlich wird seinen Filmen immer, nicht ganz zu Unrecht, nachgesagt, dass die die Handlung etwas zu kurz kommt. Dies wäre bei einem doch so geschichtsträchtigen Film dann doch ein völliges Desaster. Nach Ansehen des Streifens, bin ich trotz einiger Kritikpunkte, doch eher positiv überrascht. Angenehm ist auch das sich der Pathos noch in erträglichen Grenzen bewegt. Klar, ganz ohne geht es nicht, jedoch bekommt auch der Gegner ein Gesicht und geht nicht völlig blass im Film unter. Auch die ein oder andere Anekdote, die im Film aufgegriffen wurde, wie die Figur von Regisseur John Ford, der für das amerikanische Militär vor Ort war und während dem Angriff einfach weiter filmte oder auch die Gürtelrosenerkrankung von Admiral Halsey, dem Kommandanten der USS Enterprise. An solchen Kleinigkeiten merkt man dann auch, dass sich Roland Emmerich diesmal mit der Thematik tiefgreifender beschäftigt hat und diese möglichst geschichtsnah umsetzen wollte. Dazu gehört natürlich auch die Fehlbarkeit des damals nicht starken und teilweise in Mannstärke und Ausrüstung unterlegenen Militärs der Amerikaner aufzuzeigen. Zu der Zeit waren die Japaner und Deutschen den Amerikanern nämlich überlegen. Erst der Angriff der Japaner auf Pearl Harbour ließ die Kriegsmaschine richtig anlaufen und die Amerikaner in Sachen militärischer Entwicklung und Stärke dann so richtig aufwachen. Die Verteidigung der Midway Inseln fand aber immer noch gegen einen eigentlich überlegenen Gegner statt. Ein wenig enttäuschend waren die dann doch eher billigen CGI-Effekte. Wenn man hier ein wenig mehr Geld in die Hand genommen hätte, hätte das dem Film sichtlich gut getan. So wirken einige Szenen doch wirklich billig. Auch die Hauptperson, Dick Best (Ed Skrein) als Fliegerass, nervt eher als das man großartig mit ihm mitfiebern kann. Seine Person wirkt, drehbuchbedingt, doch eher selbstsüchtig, überheblich und wenig teambezogen. Über diese Kritikpunkte kann man dann aber auch ein wenig hinwegsehen, da der Film auf anderen Ebenen sehr viel richtig macht. Kein herausragender Kriegsfilm aber ein sehr ordentlicher!

Fazit:
Ein ordentlicher Kriegsfilm, der auf der Action- und Spannungsseite ordentlich punkten kann, jedoch bei der Qualität der CGI-Effekte richtig schwach auf der Brust ist.

Label: Universum Film
Erscheinungsdatum: 20.03.2020
Laufzeit: 140 min.
Bildformat: 2,40:1 (1080p/24)
Ton: Deutsch, Englisch Dolby Atmos
Herstellungsland: USA/China/Hong Kong/Kanada
Genre: Action
Bonus: Getting it right: The Making of Midway, The Men of Midway, Roland Emmerich: Man on a Mission, Turning Point: The Legacy of Midway, Joe Rochefort: Breaking the Japanese Code, We met at Midway: Two survivors remember, Hörfilmfassung, Audiokommentar Roland Emmerich


Quelle des Trailers: Universum Film

Diesen Artikel in einem Sozialen Netzwerk teilen

Ähnliche Artikel

Conception (NOR) – State Of Deception

Conception (NOR) – State Of Deception

1989 gründeten Tore Østby (Gitarre), Roy Khan (Gesang), Ingar Amlien (Bass) und Arve Heimdal (Schlagzeug) die Band nahe der norwegischen

Weiterlesen