Live: MASSENDEFEKT / KOPFECHO, 15-03-2019, Aschaffenburg / Colos-Saal

Live: MASSENDEFEKT / KOPFECHO, 15-03-2019, Aschaffenburg / Colos-Saal

📁 Interviews, Live, Musik 🕔11.Mai 2019
Live: MASSENDEFEKT / KOPFECHO, 15-03-2019, Aschaffenburg / Colos-Saal

Ziemlich kurzfristig habe ich mich doch entschieden, mir MASSENDEFEKT im Aschaffenburger Colos-Saal anzusehen (nochmals herzlichen Dank an die möglich-machenden Beteiligten!), und stiefelte recht zeitig am 15. März 2019 ins verregnete nordbayerische Aschaffenburg, weil ich an die Band noch 2-3 Fragen hatte und mir ein kleiner „Small-Talk“ mit Sänger und Gitarrist Sebi ermöglicht wurde. Im (wahrlich „ausgezeichneten“) Colos-Saal angekommen, gab es noch ein paar Minuten Soundcheck, bevor ich dem sehr lockeren und sympathischen Sänger ein paar nervige Fragen an den Kopf knallen konnte…

Hi, ich bin Totti von www.metalglory.com, und freue mich, heute hier bei Euch zu sein.

Ja Danke, wir auch.

Ihr seid im letzten Jahr so richtig viel getourt. Aber mal wirklich richtig viel. Nun wieder unterwegs, und auch neue Ziele auf der Tourlandkarte…

Ja, das stimmt. Im letzten Jahr waren wir sehr viel unterwegs. Wir haben 2 Touren gemacht und die komplette Festivalsaison durchgezogen. Eigentlich waren wir nur unterwegs…

Und wann gönnt Ihr euch mal ein Päuschen?

Jetzt! Nach diesem Wochenende, bzw. spielen wir noch ein Wochenende in der Schweiz und in Österreich und dann ist erstmal Pause, Urlaub.

Wann und wie geht es weiter? Entstehen derzeit vllt. schon neue Songs, seid Ihr in dem Punkt schon aktiv?

Nee, noch gar nicht. Wir machen Urlaub, dann spielen wir in diesem Jahr noch die Festivalsaison. Erst dann geht es ans Songwriting, ins Studio, usw… alles ein bißchen entspannter, mal gucken.

Wie ist denn aus eurer Sicht die Reaktion des Publikums und der Fans auf das aktuelle Album „Pazifik“?

Wir sind mit dem letzten Album persönlich sehr zufrieden und auch die Resonanzen von den Leuten waren durchweg positiv. Wobei der Vorgänger „Echos“ irgendwo poppiger wahrgenommen wurde, und mit „Pazifik“, haben wir wieder ein bißchen mehr im Dreck gewühlt, sage ich mal so! Bißchen mehr Punkrock…

Bißchen mehr Indirock, hahaha

Hahaha, ja genau, so was… Eigentlich durchweg positiv. Es gibt immer Leute, denen etwas nicht gefällt, mir gefällt ja auch nicht alles. Aber wir können uns nicht beklagen, das Album wurde super angenommen.

Was kannst Du zur Setlist sagen?

Wenn ein neues Album erschienen ist, dann spielen wir schon ein paar von den neuen Songs, Hahaha Wir spielen vom ersten bis zum letzten Album Songs, bieten immer einen breiten Mix.

Haben sich durch das häufige Live-spielen einige Songs vom letzten Album für dich zu Favoriten entwickelt, oder hat jeder Song immer noch den selben Stellenwert?

Nee, nicht alle gleich geliebt…also die ich Live gern spiele sind zum Beispiel ähhh… „Wo ich Dich finde“ spiele ich sehr gern Live, weil der Song so´n bißchen nach vorn geht und auch immer super angenommen wird… „Freier Fall“ spiele ich sehr gern, weil der so schön ruhig anfängt und sich steigert. Was auch sehr schön bei „Freier Fall“ ist: Nico spielt da sein Gitarrensolo und zieht das ein bißchen in die Länge, dann kann ich mmer ´ne kurze Pause machen, nochmal eine rauchen, hahaha… Eigentlich spiele ich alle Songs sehr gern, aber die Beiden besonders gern.

Könnt Ihr von der Musik schon leben?

Nö, wir gehen teilweise noch arbeiten. Entweder Teilzeit oder gar nicht mehr…

Was erwartet denn uns heute Abend? Habt Ihr die Vorband gewählt?

Wir haben heute Kopfecho dabei. Sie kommen aus Düsseldorf und wir sind da über verschiedene Seiten befreundet. Wir gucken halt immer, dass wenn wir unterwegs sind, Freunde dabei haben, oder Bands die wir selbst gern mögen oder gut finden, um das alles zu erleben. Kopfecho sind ´ne super Band, haben auch frisch ´ne Platte draußen, kann ich nur empfehlen.

Ich hoffe, das wird heute hier ein gelungener Abend Punkrock, mal schauen…

Sebi ging zu Tisch, und ich verschwand für´s erste in der Kneipe…

Pünktlich gegen 20 Uhr ging der Abend im Zeichen des deutschsprachigen Punk Rock´n´Roll weiter, und bekam durch die Vorband sogar einen ganz leicht poppigen Anstrich, kurzum: alle Weichen waren auf Singen und Tanzen gestellt! Kopfecho legten mit „Neue Wege“ los. Die Band präsentiert heute Abend größtenteils Songs des (wieder-)veröffentlichten Album „Sehen / Hören / Fühlen“, welches 2017 bereits das Licht erblickte. Im Zuge der Labelarbeit von MD Records, wurde das Album nochmal generalüberholt und im August 2018 erneut als Debüt ins Rennen geschickt. Vielleicht wird es auch noch bei uns landen… Fakt ist: wirklich neu ist hier nix, aber es geht ins Bein und animiert, nur das zählt und das funktioniert live schon mal sehr gut. Sängerin Amy macht als Fronterin einen sehr guten Job, wirkt nach kurzer „Einsingphase“ sehr abgeklärt und führt angenehm klar im Gesang durch den Abend. Die Band wirkt und klingt in ihrer Zusammenarbeit sehr stimmig und gefestigt, so hauen sie gutgelaunt einen Kracher nach den anderen ins tanzwillige Publikum. Auch Sängerin Amy scheute sich nicht ins Publikum zu gehen, und ein paar Runden mitzudrehen. Lustig anzusehen war in dem Moment: ALLE ringsherum zückten die Telefone… Hellyeah…this is Punkrock! Auch die Spielchen mit dem „Hinhocken und Hüpfen“ funktionieren sehr gut (Sorry, aber ich zog es vor stehen zu bleiben…“ich habe Rücken…“!). Mit „Quadrat im Kreis“ hat sich auch ein gut gemachtes WIZO Cover ins Programm der Nordrheinwestfalen geschlichen und ließ den Zuschauern kaum Verschnaufpausen. Ein sehr würdiger Support und ich bin mir sehr sicher, dass wir von Kopfecho noch einiges zu Hören bekommen…

Dank der sehr fitten Crews, dauerte es nur knappe 20 Minuten, bis Massendefekt unter dem Sound einer recht kruden Coverversion von Peter Schillings „Major Tom – völlig losgelöst“ die Bühne enterten und getreu dem Tourmotto mit „Wo ich Dich finde“ den Reigen starteten. Das Colos-Saal sang, pogte und tanzte vom ersten Moment an mit, egal ob jung, alt, männlich, weiblich,…alles war in Bewegung. Und wie versprochen, ging es mit „Schwarz Weiss Negativ“, Glücklich sein“ und „Echo“ vom Vorgänger weiter, gefolgt von „Ton“, einem Coversong von Benzin. Die Band spielte sich in den nächsten knappen 2 Stunden, durch die eigene musikalische Historie und schuf so einen sehr ausgewogenen Mix aus Hits und Songs, die es werden wollen. Nach 19 eingängigen Liedern über Sehnsüchte, Wünsche, Gefühle, Rebellion und Wut sowie einer kl. Geburtstagseinlage, wurde die Band vom Publikum immer noch nicht in den Feierabend entlassen und so musste es natürlich noch eine Zugabe geben. Es wurde ja auch noch nicht gespielt, was wohl alle im Club wollten: „Freier Fall“, „Der Weg“, Wellenreiter“ und „Massendefekt“ beschlossen einen musikreichen Abend, an dem Bands und Fans voll auf ihre Kosten kamen. Dass Massendefekt auf einem sehr guten Weg sind, bewies nicht nicht nur das letzte Album, sondern mal wieder die heutige Show.

Fazit: Beide Bands immer wieder gern!

Eine kleine Galerie findet Ihr hier:

https://www.metalglory.com/gallery/massendefekt-kopfecho-15-03-2019-aschaffenburg-colos-saal/

Setlist Kopfecho:

01 Neue Wege

02 Kreis

03 Schluss

04 Kopf

05 Stück

06 Sehnsucht

07 Quadrat

08 Nicht Akzeptieren

09 Traumtänzer

10 Und Los

Line-Up Kopfecho:

Amy – Gesang

Dan – Drums, Gesang

Sebix – Gitarre, Gesang

Ivo – Gitarre, Gesang

Maik – Bass

Kopfecho im Netz:

FB – https://www.facebook.com/Kopfecho/

HP – https://kopfecho.com/

Setlist Massendefekt:

Line-Up Massendefekt:

Sebi – Gitarre & Gesang

Alex – Drums

Nico – Gitarre & Gesang

Maik – Bass

Massendefekt im Netz:

FB – https://www.facebook.com/Massendefekt/

HP – https://www.massendefekt.de/

 

 

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