KLAW – „Klawstrophy – The B-Sides of Gods And Creators“ (EP)
Genre: Modern angehauchter Thrash Metal voller Aggression und Groove! Vor gut einem Jahr haben die Schweizer Thrasher KLAW ihr
Genre: Modern angehauchter Thrash Metal voller Aggression und Groove!
Vor gut einem Jahr haben die Schweizer Thrasher KLAW ihr Album „Gods and Creators“ auf die Menschheit losgelassen. Das war geprägt von hoher Aggressivität und dickem Groove. Nun veröffentlichen die fünf Schweizer Herren vier Lieder, die noch aus dem Kompositions- und Aufnahmeprozess zum Album stammen.
Von Resterampe und Grabbeltisch kann hier nicht die Rede sein. Vielmehr ergibt sich die Frage, aus welchen Gründen die Songs nicht bereits auf dem Album gelandet sind, denn ein Qualitätsabfall, wie bei solchen EPs als Nachzügler zu einem Album leider oft genug erlebt, kann hier beim besten Willen nicht attestiert werden. Und auch von der Stimmung her hätten sich die Songs gut auf dem Album gemacht. Die Band selbst gibt an, dass die Lieder „eine ganz eigene, rohe Energie“ besitzen. Zu hören sind gravierende Unterschiede aber nicht.
Nun ja, sei‘s drum. Denn das ist auch gut so. Bietet die EP doch zum Glück die gewohnt hohe musikalische und handwerkliche Qualität von KLAW. Soll heißen: Das ist hochklassiger, technisch herausragend heruntergezockter, von hoher Aggressivität geprägter Thrash Metal. Gewohnt druckvoll und bei aller Brutalität dennoch mit einer schönen Grundwärme produziert vom großartigen V. O. Pulver (GURD!) atmet und lebt die Musik und ist weit entfernt von den heute (nochmals leider) sterilen und bis zur Bewusstlosigkeit kompressierten Produktionen im extremen Härtesektor. Dadurch klingen die Lieder sehr direkt, nahbar und beinahe intuitiv. Gleichzeitig leben KLAW von ihren gnadenlos sägenden Riffs, die nahezu perfekt präzise gespielt werden und so mit der Schärfe eines Skalpells in die Ohren und das Hirn schneiden. Gerade die beiden ersten Songs „Dead Eyes“ und „Klawstrophy“ brettern in bester Modern Thrash Manier daher und erinnern in Rhythmik, Dynamik, Gesang und Eingängigkeit an Lamb of God. Und das ist je nicht die schlechteste Referenz. Gerade der Jonas Friedli am Gesang zeigt sich wenig friedlich (Achtung: Kalauer!), sondern mächtig angepisst, kraftvoll und energetisch. Dazu gibt es als Kirsche auf der Thrashtorte herrliche Gitarrensoli, die sich gut in die Musik einfügen und den Songs immer wieder einen schicken Twist geben. Das hält die Lieder interessant und spannend und zeigt die enorme Kreativität der Band.
Fazit: Wer bisher mit KLAW warm geworden ist, dem wird es mit „Klawstrophy – The B-Sides of Gods And Creators“ noch viel wärmer werden. Vier Songs, die als absolutes Thrash Metal Brett daherkommen und beweisen, dass im weiten Feld des modernen, von Groove und präziser Härte geprägten Thrash Metal noch lange nicht alles gesagt, gegrowlt und geschrien worden ist. Fans von den bereits genannten Lamb of God, aber auch Machine Head, Testament, Unearth oder Hatebreed sollten unbedingt reinhören, denn das ist genau der Stoff, der sie zum Lächeln und Headbangen bringen wird. Gut gemacht, meine Herren!
Liederliste:
- Dead Eyes (4:29)
- Klawstrophy (5:07)
- Mountain of Origin (4:54)
- Blasphemous (5:18)
Label: El Puerto Records
Laufzeit: 19:48 min
VÖ: 20.03.2026
Quelle & © Bilder/Info/Clips: Klaw / El Puerto Records




