Helloween (D) – Gods & Monsters
Als die Hamburger Jungs im Jahr 2017 bekannt gaben wieder zusammenzuarbeiten, war die Freude bei den Fans anfangs noch

Als die Hamburger Jungs im Jahr 2017 bekannt gaben wieder zusammenzuarbeiten, war die Freude bei den Fans anfangs noch zwiegespalten, änderte sich aber nach einiger Zeit und mit „Helloween“ erschien dann 2021 ein Comeback-Album, das mehr als aufhorchen ließ. Innerhalb kürzester Zeit waren die Kürbisköpfe wieder zurück auf dem Thron, der ihnen im Laufe der Jahre abhanden gekommen war. Nun legen Helloween mit „Gods & Monsters“ ein neues Werk vor.
Best of Both Worlds könnte man das Album auch nennen, denn mit der erneuten Verbindung der beiden Stimmen von Kiske und Deris treffen die beiden Stimmwunder und Ausnahmesänger auch diesmal voll ins Schwarze. Doch es sind nicht nur die Stimmen alleine, sondern vor allem auch die grandiosen Songs, die in alter Helloween-Tradition sowohl speedig, als auch im Midtempo daher kommen und alle in höchstem Maße melodisch sind. Immer wieder die einstigen Superlative zu toppen und mit „Giants & Monsters“ erneut einen echten Meilenstein vorzulegen, erfordert den Mut, eine Band immer wieder neu zu erfinden und sieben prallgefüllte Karrieren auch nach vier Jahrzehnten noch vor Herausforderungen zu stellen. Daneben steht das bewährte Fingerspitzengefühl der kongenialen Produzenten Charlie Bauerfeind und Dennis Ward. Nur mit ungebremster Experimentierfreude und höchsten Ansprüchen war es z.B. denkbar, dass Dani Löble alle Tracks auf drei verschiedenen Drumsets einspielt, um danach individuell zu entscheiden, welches Set für welchen Song den perfekten Vibe liefert. Aufwand und Liebe zum Detail, die sich nicht jeder leistet (oder leisten kann). Reibung ist ein weiteres Geheimnis der Band, die mit der Reunion einen zweiten Frühling erlebt: „Was uns immer wieder antreibt, ist auch die Tatsache, dass wir extrem unterschiedlich sind. Das erzeugt Spannung und kreative Energie“, erklärt Michael Weikath. „Und wenn es doch mal Probleme gibt, verbinden uns unsere Leidenschaft und unser Humor. Wir versuchen uns und das ganze Drumherum nicht allzu ernst zu nehmen“, ergänzt Urgestein Kai Hansen, bevor Andi Deris zusammenfasst: „Am Ende sind wir einfach sieben Typen, die Musik machen wollen und die die unvergleichliche Kraft genießen, die entsteht, wenn wir zusammen sind. HELLOWEEN sind mächtiger als die Summe seiner Einzelakteure.“ Genau diese Strömungen hört man dann den insgesamt 11 Songs auch an, denn die hohe Kunst besteht darin, dass sich Helloween nicht mehr neu erfinden müssen, sondern das machen, was sie am besten können: einfach große Songs abliefern. Und das ist der Band mit Bravour gelungen. Ich bin mir sicher, dass wir dieses Album am Ende des Jahres in sämtlichen Polls auf den vorderen Plätzen finden werden.
Fazit: Erneut ist den Hamburger Urgesteinen ein Meisterwerk gelungen.
- Giants On The Run
- Savior Of The World
- A Little Is A Little Too Much
- We Can Be Gods
- Into The Sun
- This Is Tokyo
- Universe (Gravity For Hearts)
- Hand Of God
- Under The Moonlight
- Majestic
- Out Of Control (Bonustrack)
Label: Reigning Phoenix Music
VÖ: 29.08.2025
Laufzeit: 50:33 Min.
Herkunft: Deutschland
Stil: Power Metal