Cold War – Der Breitengrad der Liebe (Film)

Cold War – Der Breitengrad der Liebe (Film)

📁 Allgemein, Film, Reviews 🕔05.April 2019
Cold War – Der Breitengrad der Liebe (Film)

„Cold War – Der Breitengrad der Liebe“ (F/GB/PL)
Originaltitel: Zimna Wojna
Regie: Pawel Pawlikowski
Genre: Liebesdrama (für Arte/Arthouse-Fans!)
Länge: 88 Min.
FSK: 12
VÖ: 11.04.2019
Vertrieb: good!movies/Neue Visionen

Inhalt (Zitat):
Während des polnischen Wiederaufbaus ist der begabte Komponist Wiktor auf der Suche nach traditionellen Melodien für ein neues Tanz- und Musik-Ensemble. Dem Kulturleben seines Landes möchte er so frisches Leben einhauchen. Unter seinen Studentinnen ist auch die Sängerin Zula. Gleich im ersten Augenblick elektrisiert sie Wiktor, schön, hinreißend und energiegeladen ist Zula, und die beiden verlieben sich ineinander. Doch als das Repertoire des Ensembles zunehmend politisiert wird, nutzt Wiktor einen Auftritt in Ostberlin, um in den Westen zu fliehen. Entgegen der Verabredung bleibt Zula zurück, doch das Schicksal führt die beiden Jahre später in Paris erneut zueinander. So flammend ihre Liebe auch noch ist, so zerrissen ist das Paar jetzt und Zula muss eine tiefgreifende Entscheidung treffen.

Review:
Nach seinem erfolgreichen Film IDA präsentiert der polnische Regisseur & Oscar-Gewinner Pawel Pawlikowski eine Liebesgeschichte in Zeiten vom Anfang des Kalten Krieges. Fast zwanzig Jahre werden in dieser Geschichte aufgegriffen von zwei Protagonisten, die sich grenzenlos lieben. Grenz(en)übergreifend ist ihre Liebe, die den Anfang in der polnischen Nachkriegszeit macht, über Länder wie Frankreich, Jugoslawien und Deutschland hinausgeht, um schließlich wieder in Polen für immer und ewig zusammen zu kommen.
So einfach das alles auch klingen mag, für die heutige Zeit, war es damals zu „Warschauer Pakt“-Zeiten alles andere als das. So wird man durch die Geschichte und die eher düsteren als auch emotionalen Bilder in die politische Thematik und vor allem die Frage nach der Liebe einbezogen.
Der Regisseur bleibt sich treu und kreiert auch hier in schwarz/weiß hervorragende Bilder (supertolle Aufnahmen!) und schafft es seine Akteure, sehr überzeugend und lebensnah aufzuzeigen. Und auch wenn der Film bloß um die 85 Minute dauert, kommt er einem sehr lang vor. Leider gibt es auch einen Kritikpunkt. Der Anfang der Story wird ziemlich lang erzählt, was dann leider zum Ende hin einige Jahre des Erlebten von den Protagonisten auslässt. Daher hätte man sicher hier in einigen Szenen etwas mehr verpacken können. Doch das Ende entschädigt den typischen Arte/Arthouse-Filmliebhaber dann doch. Denn, jenes ist alles andere als Hollywood-like, eher eben diesem künstlerisch wertvollen Film würdig.


Originaltrailer (neuevisionen.de)
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