The Chain (Film)

The Chain (Film)

📁 Film, Reviews 🕔21.Januar 2020
The Chain (Film)

Inhalt:
Mike ist erfolgreicher Augenarzt und lebt mit seiner Frau in Los Angeles. Eines Tages nimmt sein Leben jedoch eine dramatische Wende: Der Zustand seines an einer Art schwerer Demenz leidenden Vaters verschlechtert sich so sehr, dass seine Mutter sich nicht mehr alleine um seinen Vater kümmern kann. Mike kehrt daraufhin widerwillig gemeinsam mit seiner Frau in sein Elternhaus zurück – aufgrund des zerrütteten Verhältnisses zu seinem Vater wollte er dies niemals machen. Doch damit nicht genug: Mike hat offensichtlich das neurologische Leiden seines Vaters geerbt und zeigt zunehmend ähnliche Symptome wie sein Vater. Durch Zufall gerät er an die „Chain“, einen geheimen Zirkel, deren Mitglieder sich gegenseitig bei ihren aus Verzweiflung und Ausweglosigkeit geplanten Selbstmorden helfen. Mike will nicht so enden wie sein Vater und schließt sich der Chain an. Doch wer sterben will, muss zuvor töten…

Review:
Mit „The Chain“ ist David Martin Porras Spielfilmdebut doch eher durchwachsen ausgefallen. Die durchaus guten Ansätze die der Film und die Story an sich haben, werden aber letztendlich nicht konsequent genug umgesetzt. Der Grund dafür ist, dass der Film mehrere Pfade beschreitet, sich aber nicht klar für eine Richtung entscheidet. Das nimmt dem Streifen dann doch einiges an Tempo und Spannung. Es steckt viel Familiendrama in der Story, wenngleich das Hauptaugenmerk eher auf der Thrillerebene liegt. Die verschiedenen Elemente des Thrillers, woraus der Film seine Spannung beziehen soll, ist einmal die Selbsthilfegruppe, von der man nie weiß in wie weit sie wirklich involviert ist. Die zweite große Unbekannte in der Story, ist der Zustand des Vaters. Ist er wirklich so krank, oder gibt er es bis zu einem gewissen Punkt nur vor. Die letzte Beigabe in der Geschichte ist dann noch der Gesundheitszustand von Mike. In wie weit darf er seiner eigenen Wahrnehmung noch trauen. Da der Zuschauer genauso im Dunkeln tappt, wie die Hauptfigur des Films, gestaltet sich der Verlauf doch halbwegs interessant, auch wenn keine wirklich großartige Spannung aufkommen will. Positiv ins Auge fallen im Verlauf zumindest ein paar optische Spielereien, welche stark an David Cronenberg oder auch David Lynch erinnern. Leider sind es aber in Summe zu wenige Szenen und auch der letztendlich viel zu konventionelle Verlauf der Geschichte trägt dann nicht zum Gelingen des Gesamtkunstwerks bei. Am Ende fügen sich Elemente zu einem mehr oder weniger überraschenden Ende zusammen.

Fazit:
Ein nicht total uninteressantes Werk, jedoch etwas unausgegoren und auch unentschlossen in der Umsetzung.

Label: OFDb Filmworks
Erscheinungsdatum: 28.11.2019
Laufzeit: 105 min.
Bildformat: 2,35:1 (1080p/24)
Ton: Deutsch, Englisch DTS-HD Master Audio 5.1
Herstellungsland: USA/Spanien
Genre: Thriller
Bonus: Trailer, Deleted Scenes, Hinter den Kulissen, Interviews

Quelle des Trailers: OFDb Filmworks

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