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Bericht: RELOAD FESTIVAL 2026 – in Sulingen vom 13. – 15. August

Was für eine Hitzeschlacht! Über das Wetter meckern kann man in Deutschland immer; typisch deutsche Eigenschaften – nicht wahr?! Sich

Bericht: RELOAD FESTIVAL 2026 – in Sulingen vom 13. – 15. August

Was für eine Hitzeschlacht! 
Über das Wetter meckern kann man in Deutschland immer; typisch deutsche Eigenschaften – nicht wahr?!

Sich jedoch auf jegliche Gegebenheiten als Veranstalter einzustellen, darüber sollte man nicht meckern. Schaffen nicht (immer) einige, aber die Reload-Crew hatte auch diesmal alles im Griff. Auch und nicht nur der extreme Hitze wegen, sie haben vor allen Dingen aus den Vorjahren gelernt.
Dabei galt und gilt es nicht nur den Besucherinnen und Besuchern es so „nett“ wie möglich zu gestalten, auch die Crew, die Bands, die zahlreichen EHRENAMTLICHEN Mitstreiter/inne müssen bei Laune gehalten werden. Und ja, Temperaturen über 30 Grad Celsius, pure Sonne und enorm viel Staub in der Luft: das geht durchaus an die Substanz – bei eben allen Beteiligten und Teilnehmenden.

Aber ja, es hat auch hier an diesem Wochenende vieles sehr gut funktioniert. 
PARTY, GUTE LAUNE und FETTE MUCKE – geht auch bei diesen heftigen Wetterverhältnissen.
Das hat dieses Jahr bereits bei der Anreise sehr gut funktioniert. Hier arbeiten alle zusammen, ob die Stadt Sulingen, die Polizei, die Rettungskräfte oder und vor allen Dingen die eben erwähnte gesamte Reload-Crew. Und das kommt gut an, spricht sich rum:
die Veranstalter vermelden nämlich auch kurz nach dem Festival, dass es lediglich aus rein wirtschaftlichen Gründen um die 1000 Fans mehr sein dürfen in den nächsten Jahren. Das nicht nur, um davon in den Urlaub zu fliegen, nein, um auch mal in Zukunft etwas an der Seite zu haben, wenn die Verkäufe oder Bandbestätigungen oder das Wetter eben NICHT so läuft, wie man sich das im Vorfeld ausmalt. Es müssen eben auch mal Jahre überbrückt werden in dieser durchaus nicht so leichten Branche; man sieht und liest es neuerdings bei zahlreichen großen Events, zumal eh alles „Drumherum“ deutlich teurer geworden ist.

Doch genug des Lobes und der zukünftigen Aktionen, es gab natürlich reichlich Bands an dem vergangenen Wochenende.

Galerie: RELOAD FESTIVAL 2026 – Impressionen Tag 1 am 13.08.26

(der offizielle Beginn)
– Tag 1 (Donnerstag, 13.08.2026) – 

Einige Bands wie Dramatist & Heartless Human Harvest durften bereits am Mittwoch auf der TENT-Stage für rockige Unterhaltung sorgen, aber krachend, mit viel Publikum vor der großen Bühne wurde es erst am Donnerstag mit den alternative Punk-Core-Mannen von STICK TO YOUR GUNS; diese haben -direkt nach der großartigen Punk-Welle von ZSK auf der „kleineren“ Bühne- gezündet, wussten sich zu benehmen und haben der Hitze und des Staubes getrotzt – die Meute ging mit, obwohl bereits zu diesem späten Nachmittag des eigentlich ersten Tages die ersten „Schnapsleichen“ in der Gegend rumschliefen. Also doch ein Wetterbonus?!

DEAFHAEVEN haben auf der PLAZA-Stage ihren doomig-post-Metal angehauchten Alternative-Style mit fies blackigen Screams und tiefen Brocken zum beben bringen können. Sicherlich war einige im Publikum über die Wucht der Amis überrascht, aber der Circle-Pit nach der Aufforderung des Shouters funktionierte dennoch. Selbstverständlich ließ er es sich nicht nehmen auch selbst ins Publikum der ersten Reihe zu steigen, um zu performen. Hoffentlich nicht das letzte Mal auf diesem Festival – und dann auf der Mainstage.

Zwischenzeitlich gab es dort – also auf der offiziell benannten „IMPERICON“-Stage ORBIT CULTURE zu bestaunen. Typisch schwedisch-angehauchter Melodic Metal mit viele Industrial-Anteilen, der sehr gern aufgenommen wurde – zumal auch hier der Sound durchaus zu überzeugen wusste.

TERROR sind alte Hasen, auch hier beim Reload – mittlerweile zählen ja zu den Dauergästen dieses Festivals. Und auch diesmal zu recht, der Hardcore-Puck aus NY wird einfach nicht langweilig; wenn man eben das erwartet, wird man auch das immer bekommen.

Zwischendurch hatten Newcomer-Bands wie u.a. FROM MARCH TO MAY aus der Sulinger-Umgebung die Möglichkeit sich einem breiteren Publikum zu präsentieren, auf der TENT-Stage. Und ja, es wurde nicht lokale Zuhörende gesichtet, die ordentlich zu deren melodischen Metalcore abgingen.

Brachial wurde es mit THY ART IS MURDER! Die Australier mal wieder mit einem neuen Shouter am Mikro; der zwar wie ein Typ einer Boygroup aus den 1990er Jahren aussehen mag, aber ein Organ besitzt, vor dem auch Satan selbst Respekt haben dürfte. Ja, es kann auch heftig auf der großen Bühne zugehen. Extremer Death Core mit einem redseligen Sänger, auch wenn das Publikum  nicht wirklich mitgröllen wollte oder auch konnte.

Kein Durchkommen an der PLAZA-Stage als SOULFY ihr Set mit zahlreichen Hits ablieferten – angefangen mit Klassikern wir „Primitive“ und „Seek & Strike“- Hammer, wie auch das Percussion-Set mit u.a. Lamb Of God-Drummer! So voll war es nicht oft an dieser Bühne.
Das Versprechen konnte Max aber nicht erfüllen, nachdem er jedem Fan vor ein Bier ausgeben würde, wenn sich jeder vor dem Song „Jumpdefuckup“ runterkniet und beim ersten Takt „los-jumpt“; natürlich hat dies funktioniert, aber das Bier musste doch jeder für sich hinterher kaufen.

Klar Max und Co. sind nicht das erste Mal hier, aber sicherlich auch nicht das letzte Mal – und womöglich nächstes Mal wieder auf der größeren Bühne. Denn auch ein „Ole, ole, ole …Soulfy, Soulfly“ hat sehr gut funktioniert. Max hat nicht nur damit überrascht, dass er keinen Coversong im Set hatte, sondern ließ es sich nicht nehmen mit einem Fußballtrikot der Lokalmatadoren zu performen, zumindest bei den ersten Songs des Abends. TuS Sulingen wird sicherlich erfreut darüber gewesen sein, FC Sulingen womöglich etwas weniger.

LAMBO OF GOD sind auch dieses Jahr auf der Hauptbühne zugegen gewesen und nutzen die Chance, um mit Feuer zu spielen. Sonne, Hitze hin oder her, der Blick auf die Bühne bei diesem Feuer-Knalleffekten mit dieser Backline-Projektion waren deren Show durchaus würdig. Fettes Set, aber der Headliner sollte ja erst mit ARCH ENEMY danach für ordentlich Stoff sorgen.

Bevor es soweit war, hatte kein Geringerer als Zakk Wylde endlich die Bühne auf einem Reload-Festival mit BLACK LABEL SOCIETY geteilt!!! Und ja, es wurde endlich Zeit, dass diese Band hier auftreten durfte. Huldigung an Ozzy (inkl. „No More Tears-Anspielung), Lemmy und Co. sind selbstverständlich, aber die zahlreichen Gitarrenwechsel je Song und deren Performance ist einer viel größeren Bühne würdig (ein Doppelsolo-Part, bei dem beide Gitarristen über Kopf die Gitarren hielten; WTF!). Hier waren sich womöglich etliche Fans einig, dass dies hoffentlich nicht das letzte Mal, dass er hier gastierte – und es nicht lange dauern dürfte!? Unabhängig davon, dass er wahrscheinlich nur für die Gitarren einen gesonderten Truck dabei haben muss.

ARCH ENEMY sind ebenfalls gern gesehen Gäste beim staubig-sonnigen Reload. Doch mit ihrer neuen Frontdame ist es nun das erste Mal, logisch. Ja, auch hier zünden die Songs der Band gut, auch wenn Lauren vielleicht noch nicht so die krasse Ausstrahlung auf der Bühne besitzt, wie es jahrelang Alissa inne hatte. Headliner-Platz des ersten großen Tages dennoch gerecht.

(FOTOS/Impressionen des gesamten Wochenendes in Sulingen gibt es natürlich in den entsprechenden Galerien, je Tag!)

Galerie: RELOAD FESTIVAL 2026 – Impressionen Tag 2 am 14.08.26

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Tag 2 (Freitag, 14.08.2026) – 

Der Freitag begann nicht anders. Obwohl, es wurde noch heißer als am Vortag, daher noch staubiger und sonniger – wolkenlos! Wodurch die Rettungskräfte einiges zu tun hatte. Was laut deren Aussage auch daran gelegen haben mag, dass zahlreiche Fans entsprechend des Freitag-Headliners älter zu sein scheinen, als es vielleicht die Fans anderer Bands betraf. 
Viel Wasser wurde verteilt, nicht nur aus den Schläuchen, auch Flaschen. Zudem gab es seit dem ersten Tag -auf dem gesamten Gelände- Mund-Nase-Masken zur freien Verfügung, um ein wenig den Staub im Zaun zu halten. Da hatte es bloß die Hoffnung gegeben, dass es die Masken aus dem berühmtem Deal eines Bundestagsabgeordneten gewesen sind aus dem Jahr 2020ff, damit sie wenigsten hier nicht „umsonst“ für das Volk und deren Steuergelder gewesen sind.

Die Hitze war dennoch unerträglich, daher wirkten die brachialen Sounds von FIT FOR AN AUTOPSY, PALEFACE SWISS & IMMENCE ordentlich; dennoch musste man sich heftig zusammenreißen, um alles bei diesem Temperaturen durchstehen zu können. Paleface Swiss muss der Veranstalter erneut einladen, damit sie noch ein längeres Set abliefern können; kamen nämlich sehr gut an. Wie zuvor am frühen Morgen (also zur gewohnten Zeit) die spaßigen Grinder von GUTALAX als auch deren Kumpanen EXCREMENTARY GRUNDFUCKER.
Etwas Luft holen konnte man erst durch die Hard Rockerinnen von THUNDERMOTHER als auch hinterher mit der eher ungewöhnlichen Industrial-Goth-Band KIM DRACULA auf der Plaza-Stage. Sicherlich lassen hier Marilyn Manson/Zombie ein wenig grüßen, aber der Herr mit seiner Truppe auf der Bühne weiß auch dem Namen gerecht zu werden, um eben der Dark-Wave-Modern-Rock nicht außer Acht zu lassen. Ja, auch einige Snippets oder Coversongs haben ihren Reiz bei dieser Konstellation gehabt; ob mit Pearl Jams „Even Flow“ oder „Carless Whisper“ von G. Michael, letzter Track wurde zwar nur etwas angespielt, aber durchaus passend, zumal ein Saxophonist auch zu dieser Band gehört.

AIRBOURNE sind auch eine der Bands, die des Öfteren in Niedersachen vorbeischauen. Jedes Mal auch auf der großen Bühne zugegen; völlig klar, schließlich zündest deren AC/DC-Rock sofort. Nichts neues, nichts ungewöhnliches, aber stets gut gelaunter Hard Rock, der Live immer wieder ankommt; nicht nur weil der Shouter wie immer wie von der Tarantel gestochen durch die Bühne

Die junge HardCore-Band THROWN ist da etwas anders drauf, dennoch nicht unbekannt in Sulingen – und kommen auch dieses Jahr sehr gut an. Mitsingen ist hier kein Problem für einige in den Reihen, ob direkt vor der PLaza-Stage oder ein paar Meter weiter weg. Etwas kurzes Set, aber dafür straight.

 

Als die Verpflichtung von JUDAS PRIEST letztes Jahr bekannt wurde, haben sicherlich einige gestaunt. Doch in Sulingen gab es oft einige Überraschungen, von Jahr zu Jahr. Ob Slash, Miles Kennedy, Korn oder in der Anfangsjahren auch Billy Idol und Co.

Und ja: JUDAS PRIEST haben abgeliefert. Perfektion, Erfahrung und toller Sound mit vielen coolen Lichteffekten als auch Videoprojektionen. Ok, sehr agil war die komplette Band dabei nicht, auch ein Rob musste sich aufgrund seines Rückens zwischendurch mal hinsetzen. Doch was hier diese Band abgeliefert hatte, war genau das, wofür man als Musikfan immer und immer wieder sich dies antut, die Strapazen auf sich nimmt und ja, auch Geld dafür ausgibt. Natürlich wurde an der Setlist kaum bis nichts verändert, zumal es eins deren letzten Gigs der laufenden Tournee ist. Aber warum sollte sie auch etwas ändern, es passte eben vieles zusammen.
Rob hat auch das gewisse Etwas an sich, wenn er einen „growl“-Effekt mit seiner Stimme durchzieht, u.a. beim „Halls Of Valhalla“. Dennoch war natürlich „Painkiller“ einer der besten bzw. am „lautesten abgefeiersten“ Tracks des Abends; der Chopper durfte zu „Hell Bent…“ auf der Bühne ebenfalls nicht fehlen, da mag der Rücken noch so Probleme bereiten – das lässt er sich nicht nehmen. 
Genau so muss es sein – und glaubt man Robs Worten, dann ist die Band an einem neuen Album dran und möchte wiederkommen!?! Heavy Metal keep us all alive; eben!

Keine Frage, es ist überaus bemerkenswert, dass gerade ein derart großes Festival, welches überwiegend Bands aus dem Core, Punk, Nu Metal und Alternative Rock-Genre bekannt ist nun eine Heavy Metal-Legende für JUDAS PRIEST eingeladen hatte. Doch die Performance der britischen Ausnahmeband wird noch einige Jahre nachbeben! Und den Veranstaltern ist klar, dass sie neben den spaßigen Acts der 90er-Hits durchaus auch viele ältere & jüngere Fans mit einer sehr erfahrenen Band zu begeistern wissen.

Man sollte daher auf der Hut sein und sich erneut überraschen lassen, was die Veranstalter die nächsten Male aus dem Hut zaubern.
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Tag 3 (Samstag, 15.08.2026) – 
Früh aufstehen hieß es am nächsten Tag um die erste Band auf der Hauptbühne mitzunehmen.
FROM FALL TO SPRING wollten wir uns nicht entgehen lassen. Die Band schaffte es zu sehr früher Stunde schon ein beachtliche Menge von Leute vor der Bühne zu versammeln. In den gut 40 Minuten Spielzeit gaben sie und die Zuschauer alles. Also: das frühe Aufstehen hat sich gelohnt, unabhängig davon, dass es im Vorfeld -also noch früher am Morgen- einiges an Spaßfaktor-Musik auf der Plaza-Stage gegeben haben soll. Es war der letzte Festivalauftritt in diesem Jahr für From Fall To Spring und sie freuten sich besonders beim Reload den Abschluss feiern zu dürfen.



Vielleicht wäre ein Aspekt doch noch zu der im Vorfeld so angesagten 90er-Party-Band auf der Plaza-Stage: natürlich habe die Veranstalter glückliches Händchen bewiesen, denn viele Besuchende haben diese Combo („gern!“) angenommen. Aber grundsätzlich sollte man sich schon die Frage stellen, Spaß hin oder her, ob derartige Vorstellungen wirklich notwendig sind?! Sollte man dann nicht eher auf Rock-/Metal-Coverbands zurückgreifen und denen eine Bühne bieten, um sich dem größeren Publikum zu beweisen? Spaßbands im Metalbereich gibt es dazu auch einige?! Und an etlichen, sehr gut funktionierenden Rock/Metal-Cover-Bands dürfte die Auswahl auch nicht scheitern?! RELOAD-CoverBand-Abend oder RELOAD-Frühschoppen mit Coverbands: Wie wär´s?

LUNA KILLS aus Finnland waren die nächste Band die auf unserem Zettel stand. Sie enttäuschten nicht und waren es auch die die ersten Circlepits und Walls of Death des Tages einleiteten. Das Publikum tobte, bangte und moshte. Auch für sie war es der letzte Festivalauftritt in diesem Jahr & diese Band sollte man im Auge behalten.

VENDED aus De Moines, Iowa rissen als erste die Hauptbühne ab! Wer es noch nicht weiß: die Bandgründer sind die Söhne der Slipknot Corey Taylor und Shawn Crahan. Die Einflüsse ihrer Väter sind tatsächlich unüberhörbar, was jedoch alles andere als negativ gemeint ist. Hatten ordentlich Druck auf dem Kessel.
Ob jedoch bei den Membern dieser Band auch ein paar Masken erforderlich sind, nun ja. Und um ehrlich zu sein, waren die Kunstpausen zwischen den Songs länger als nötig. Da hat die junge Band noch einiges zu lernen, um das Set so zu nutzen, wie es sein sollte; zumal gerade bei Festivals die Zeit eh immer knapp ist.

DOMINUM sorgten mit ihrem Auftritt für etwas Abwechslung und Stimmung; und haben durchaus die Aufgabe gemeistert. Ein weiterer Beweis, dass diese Band auch beim „üblichen“ Rock-/Metal-Festivals funktionieren kann, wie auch bei einer so üblichen ESC-Show im TV. Sie werden auch zum Ende des Jahres in den Clubs für zahlreiche Fans einiges an Showeffekten bieten. Unabhängig ob sie dann ebenfalls „Thriller“ von M. Jackson in der Setlist notieren.

Ernster wurde es anschließend mit MISERY INDEX auf der kleinen Bühne, die den brachialen Auftritt überlebte. Die Mannen sind ja etwas rauer und technischer unterwegs, haben aber dennoch dem Publikum dieses Festivals die Stirn bieten können. Durchaus ein willkommener Gast in Sulingen. 

Danach wollten wir uns unbedingt FUTURE PALACE ansehen und wurden nicht enttäuscht. Die Berliner, um Sängerin Maria Lessing hinterließen eine gute Visitenkarte und machten gut Werbung für ihre kommende Herbsttournee (einiges Gigs sind bereits ausverkauft). Wie beobachtet werden konnte, kam der gewisse moderne Pop-Core mit Alternative-Nu Metal-Style gut an. Auch wenn man im Vorfeld den Gedanken hatte, ob die Impericon-Stage nicht etwas zu groß geraten sein könnte für F.P.!

GAEREA sind wohl zum ersten Mal in Sulingen zugegen – und können zahlreiche Fans an die Plaza-Stage holen. Unabhängig von ihrem Mix aus ruhigeren und brachialen Passagen hat die Bands stets Respekt vor dem Publikum. Ist dankbar überhaupt auf diesem Festival auftreten zu dürfen; da sie ja eine Band aus einem Dorf in Portugal stammen und alles eher surreal sich anfühlen würde. Dennoch, deren Goth-Post-Metal wirkt, obwohl es noch sonnig, hell war.

Def Leppard haben einen einarmigen Drummer, THE GHOST INSIDE einen einbeinigen. Und der kesselte wie verrückt. Die Band lieferte den emotionellsten Auftritt des Tages ab. Die Fans zahlten es mit unglaublicher Unterstützung zurück und nicht abreißenden Wellen von Crowdsurfern.

KITTIE und AVATAR hatten leider das Pech bei strömenden Regen spielen zu müssen. Aber das hat den Bands, als auch deren Fans nicht viel ausgemacht. Unabhängig davon, dass der Regen längst fällig gewesen war, so haben sowohl KITTIE, die seit vielen Jahren endlich wieder im Showgeschäft zugegen sind, als auch AVATAR – allen voran durch die theatralischen Einsätzen (!) vollkommen überzeugen können. Mit Sicherheit hat man AVATAR nicht zum letzten Mal in Sulingen sehen und hören dürfen.

AGNOSTIC FRONT sind ebenfalls die typischen HarcCore-Besucher des Reload. Wie ein Déjà-vu fühlen sich deren Auftritte in Sulingen an; aber eben genau so, wie es auch sein soll. Party-Hardcore mit den guten alten Typen der Szene!

Während auf der TENT-Stage sich gewisse GODZILLA IN THE KITCHEN vor einem kleineren Publikum mit ihren überwiegend instrumentalen Tracks die Ehre geben beim Reload vorstellig zu werden. Neben den netten Kaffeklatsch-Runden (im TENT) mit den Veranstaltern ist das hin und wieder eine nette Abwechslung, wenn sich die Bands hier auf der Bühne austoben dürfen.

 

GODSMACKs 70minütiger Auftritt war eines Co-Headliners würdig.
Tolle Lichtshow und ein knackiger Sound begeisterte die Fans, die auch hier crowdsurften was das Zeug hielt. Die Setlist ließ sich auch sehen, alte und neue Hits wechselten sich ab. Auch wenn es anfangs mit etwas weniger Druck losfegte, so hatte die Band es spätestens mit ihrem berühmt-berüchtigten Doppel-Drums-Battle aka “ Batalla de los tambores“ die Meute komplett auf sich ziehen können. Und allein daraus entwickelte sich eine ganz besondere Stimmung auf dem Festivals – zu schon fast späteren Stunde und vielen Wolken am Himmel.


Deutlich mehr Power, Druck und Mitwirken zwischen Fans und Sully. Da blieben eigentlich keine Wünsche übrig. Außer der, dass die Band bald wieder nach Deutschland auf Tour kommt! Obwohl, eigentlich hätten es auch ein bis zwei Songs mehr sein dürfen – zumal die Mitsingattacken zu „I Stand Alone“ absolut überzeugten!

Als vorletzte Band des Abschlusstages hatten es AMORPHIS etwas schwer das Publikum zum Mitmachen zu animieren. Die Hitze der drei Veranstaltungstagen hatten sie ausgelaugt. Aber Amorphis sind Profis genug um sich dadurch nicht aus dem Konzept zu bringen. Ihre Setlist beinhaltete Songs vom ersten bis zum letzten Album einen bunten Strauß – das ist durchaus beachtlich. Daher ein wie gewohnt souveräner Auftritt der Band.

IN FLAMES bedeutet den Fans sehr viel, denn sie ist einer der Hauptgründe, warum sie immer wieder auf Festivals gebucht werden. Lob gebührt den schwedischen Melodic-Death-Veteranen für ihre extrem feurige und energiegeladene Performance, die ihrem Namen alle Ehre machte. Die Band überzeugte mit einer präzisen und wuchtigen Performance, die rohe Energie, messerscharfe Gitarrenriffs und atmosphärische, melancholische Melodien nahtlos miteinander verband. Wie schon bei ihren Auftritten 2015, 2018 und 2023 verwandelte die Band das Infield in Sulingen in ein staubiges Moshpit-Inferno, angepeitscht von Anders Fridéns dynamischem Gesang. Die Live-Mischung bot einen packenden Mix aus unsterblichen Klassikern der Göteborger Schule und modernen, hymnenhaften Refrains. So oft man diese Schweden hier schon gesehen haben mag, ist es immer wieder bewundernswert, dass sie immer noch so Willkommen geheißen werden – und eben abliefern!

Das Festival verzeichnete mit 20.000 Besuchern einen neuen Rekord und bot einen reibungslosen Ablauf ohne Stress durch parallele Bühnenzeiten. Schon vor dem Festival wurden die Bands fürs 2027 angekündigt. Wieder ein interessantes Lineup.

Bis zum nächsten Mal im Infield und drumherum; beim WELCOME HOME-Weekend

(FOTOS/Impressionen des gesamten Wochenendes in Sulingen gibt es natürlich in den entsprechenden Galerien, je Tag!)

Galerie: RELOAD FESTIVAL 2026 – Impressionen Tag 3 am 15.08.26

Fazit:
Das Festival verzeichnete mit 20.000 Besuchern einen neuen Rekord und bot einen reibungslosen Ablauf ohne Stress durch parallele Bühnenzeiten.
Dieses viel zitierte „familiäre“-Feeling wurde einmal mehr bestätigt!
Schon vor dem Festival wurden die erste Welle der Bands fürs 2027 angekündigt.
Erneut ein interessantes Lineup: https://reload-festival.de/reload-2027
Bis zum nächsten Mal im Infield und drumherum – beim WELCOME HOME-Weekend!!!

Dabei gewesen und daher den Bericht verfasst haben: Arthur & Toppi (Fotos: Arthur)