Bericht: Paradise Lost „Ascension Of Europe – Part 2“ mit Saturnus & Shores of Null am 05.03.26 in Hannover, Capitol
(Bericht von Sandra; Fotos von Arthur) Den Abend beginnen die „Römer“ SHORES OF NULL pünktlich um 19:30 Uhr. Das
(Bericht von Sandra; Fotos von Arthur)
Den Abend beginnen die „Römer“ SHORES OF NULL pünktlich um 19:30 Uhr.
Das Capitol ist zu diesem Zeitpunkt locker gefüllt. Sie präsentieren Melodic-Doom-Death-Metal mit einer Prise Gothic. Dabei wechseln sich getragene Doom-Passagen häufig mit kürzeren schnelleren Parts ab und der Gesang variiert zwischen tiefen Gutturals, Black Metal-Screams und immer wieder auch Klargesang. Der Sound ist wie meist bei ersten Vorbands leider recht dürftig – das hält sie aber nicht ab, ihr „erstes Mal“ in Hannover zu feiern und auch das Publikum macht gerne an der ein oder anderen Stelle mit.
Mit dem letzten Song „My darkest years“ sind die dreißig Minuten auch schon herum und es ist Zeit für den ersten Umbau;
Fazit: Ich würde sie gerne noch einmal mit besserem Sound und mehr Spielzeit erleben – und vielleicht auf einer kleineren Bühne.
Info am Rande: Kurz recherchiert kennen sich Shores of Null und Saturnus, da deren Sänger auf ihrem aus einem einzigen Song bestehenden Album „Beyong the shores (of death and dying)“ neben Mikko Kotamäki von Swallow the Sun einen Gesangsbeitrag hatte.
Setlist SHORES OF NULL: Transitory (Intro), Destination woe, An easy way, Black drapes for tomorrow, The last flower, Quiescent & My darkest years


Die dänische Doom-Death-Metal-Band SATURNUS aus Kopenhagen steht pünktlich um 20:15 Uhr auf der Bühne. Sie haben sich 1996 gegründet und haben in den 30 Jahren tatsächlich nur eine überschaubare Anzahl von Alben herausgebracht. Im letzte Album „The Storm within“ von 2023 haben sie laut eigenen Angaben ihre persönlichen Erfahrungen und Gefühle verarbeitet.
Und mit dem Titelsong (ganze 11,5 Minuten lang) beginnen sie die Show in Hannover; ihre Musik ist meist atmosphärisch ruhig, es wechseln sich wunderbar gesprochene Parts mit Growl-Parts ab – so wirkt es wie das Erzählen einer Geschichte, die nie langweilig wird. Die Sprechstimme von Sänger Thomas ist live – vielleicht auch dem Livesound geschuldet – leider nicht ganz so intensiv, denn als ich sie mir im Vorfeld angehört habe, hatte ich ein bisschen „Peter Hammill-Vibes“ erwartet.
Beim zweiten Song „Empty handed“ scheint es technische Probleme zu geben, jedenfalls ist die Musik zwischendurch hörbar leiser und der Gesang zum Teil leider ganz weg. Dies ist beim dritten Song zum Glück behoben. Sänger Thomas überrascht das Publikum immer wieder mit deutschen Ansagen wie „Alles gut in Hannover?“ oder „Seid Ihr schon wach?“; macht Laune, das Publikum lässt sich dieser guten Laune gern anstecken.
Das synchrone Mid-Tempo Mähnen-Headbanging seiner drei vorderen Mitstreiter passt perfekt zu den Songs und zur Atmosphäre und überträgt sich spürbar auf das Publikum.
Beim letzten Song „Christ goodbye“ klatscht es dann sogar von Anfang an mit.
Mit „Auf Wiedersehen, gute Nacht und Tschüss“ werden wir dann verabschiedet.
Tolle Band, toller Auftritt, gerne wieder!


Setlist SATURNUS: The Storm Within, Empty Handed, Forest of Insomnia, I Long & Christ Goodbye
Paradise Lost haben für mich (trotz einiger Stilwechsel) einen unverwechselbaren Sound, den ich bis heute liebe. Ich bin seit 1992 Fan dieser Band und bin in dem Jahr sogar in einer Nacht- und Nebelaktion in der Nacht zum Sonntag spontan nach Eindhoven zum Dynamo Festival gefahren, um sie zu sehen. 1995 war ich dann noch einmal geplant beim Dynamo – da habe ich Nick sogar kurze Zeit meinen kleinen roten Regenschirm geliehen – unvergessene Erlebnisse! Paradise Lost ist mit Abstand die Band, die ich am häufigsten live gesehen habe. Und das, obwohl Nick, um es vorsichtig zu sagen, ja nicht gerade der sympathischste Frontmann ist 😉
Das letzte Mal im Oktober 2023 habe ich sie im Capitol beim Ultima Ratio Fest gesehen und da war ich echt richtig enttäuscht. Sie waren noch nie eine herausragende Liveband, aber das ging bei diesem letzten Hannover-Besuch echt gar nicht. Schlechtes Licht und viel Nebel, in dem man die Band kaum sehen konnte und bis auf Aaron eine durchweg leider sehr lustlose Darbietung.
Daher war ich, wie zahlreiche Fans auch, dieses Mal umso gespannter.
Pünktlich um 21:30 Uhr – nach übrigens sehr schöner Dead Can Dance Pausenmusik – ging es los und spätestens beim dritten Song „True belief“ hatten sie das Publikum (mittlerweile sind 1000 Fans im Capi zugegen) im Griff.
„One second“ startet gleich mit lauten Klatschen und zum Glück ist das alles kein Vergleich zum erwähnten letzten Auftritt, obwohl es nach wie vor wenig Licht und viel Nebel gab.
Kann sich Nick Holmes mit Blick zur Raucherlounge oben zwar wieder einen kleinen Kommentar nicht verkneifen, so ist er ansonsten gut drauf. Zwar gewohnt einsilbig, aber auch das gehört zur Band.
Mit „Pity the Sadness“ gehen sie zurück zu den „Archives“ und man merkt doch wie viele „alte“ Fans der Band im Publikum sind.
Dieser zweite Teil der Tour zu ihrem 17-ten Studioalbums „Ascension“ enthält insgesamt vier Songs des aktuellen Werks; ein typischer Paradise Lost-Sound mit eingängigen aber nicht allzu poppigen Melodien. Beachtlich ist, dass die Band immer noch aus den vier Gründungsmitglieder Nick Holmes, Gregor Mackintosh, Aaron Aedy und Steve Edmondson besteht, die noch alle ohne Unterbrechung in der Band sind. Lediglich der Drummer-Posten ihr Drummer wechselte häufiger; seit 2025 ist es wieder Jeff Singer, der u.a. auf dem Album „In Requiem“ bereits dabei gewesen ist.
Mit dem Mitsing-Song „Say just words“ endet ihr regulärer Set, aber natürlich gab es noch drei Zugaben. Erst „No celebration“, dann das für mich nach Sisters of Mercy klingende „Ghosts“ und „Silence like the grave“ machte den gelungenen Abschluss.
Ich frag mich wirklich wie man bei so vielen Alben entscheidet, welche Songs man auf Tour spielt?!
An diesem Abend war es für mich ein guter Querschnitt, allerdings hätte ich sehr gerne auch noch z.B. „As I die“ gehört! Und auch wenn die Band den wahrscheinlich selbst absolut nicht mehr hören kann – ich hätte mich gefreut!
Fazit:
Der Abend hat mich versöhnt und damit werde ich auch beim nächsten Paradise Lost-Konzert wieder (gern) dabei sein!!!
Setlist PARADISE LOST:
Serpent on the Cross, Tragic Idol, True Belief, One Second, Once Solemn, Faith Divides Us – Death Unites Us, Pity the Sadness, Salvation, Nothing Sacred, Tyrants Serenade, Requiem, Mouth, SSay Just Words; Zugaben: No Celebration, Ghosts & Silence Like the Grave
Live dabei und daher den Bericht verfasst hat: Sandra;
Fotos von Arthur/Metalglory.com



















