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Bericht: Motionless in White – The Afraid Of The Dark Tour 2026, Support: Make Them Suffer + Dayseeker, Samstag, 21.02.2026 – Hannover, Swiss Life Hall – Ausverkauft

Die Swiss Life Hall zu Hannover war ausverkauft, denn es wartet drei Mal gepflegter Post-/Metalcore auf die Fans. Zum

Bericht: Motionless in White – The Afraid Of The Dark Tour 2026, Support: Make Them Suffer + Dayseeker, Samstag, 21.02.2026 – Hannover, Swiss Life Hall – Ausverkauft

Die Swiss Life Hall zu Hannover war ausverkauft, denn es wartet drei Mal gepflegter Post-/Metalcore auf die Fans.

Zum Auftakt des Abends starteten Make Them Suffer aus Australien ihr halbstündiges Set. Als erste Band aufzutreten ist nicht immer angenehm, aber sie meisterten die Herausforderung mit Bravour. Sie versprühten eine ansteckende Energie, die das Publikum begeisterte. 80 % der Fans tanzten, und gingen gut mit. Eine absolut makellose Performance – der perfekte Start in den Abend.

 

Setlist:

Ghost of Me

Bones

Mana God

Oscillator

Epitaph

Erase Me

Doomswitch

Dayseeker brachten eine willkommene Abwechslung an diesem Abend – ein Phänomen, das man heutzutage häufiger bei Konzerten von Bands beobachtet, die zwar im Kern demselben Genre angehören, es aber auf ihre ganz eigene Art interpretieren.

 

Vom ersten Moment an, als sie die Bühne betraten, war das Publikum gefesselt. Ihre Musik vereint Elemente verschiedenster Genres: Emo, Synthie-Pop, Metalcore – ein wahrer musikalischer Cocktail. Und das alles verschmilzt auf eine Weise, die schwer zu kopieren ist. Das Set bestand hauptsächlich aus Songs ihres aktuellen Albums „Creature In The Black Night“, darunter Titel wie „Bloodlust“, „Shapeshift“ und „Pale Moonlight“, aber auch der Hit „Sleeptalk“ aus dem Jahr 2019 war dabei. Ihr Auftritt dauerte 45 Minuten.

Setlist:

Pale Moonlight

Shapeshift

Burial Plot

Crawl Back to My Coffin

Bloodlust

Without Me

Crying While You’re Dancing

Creature in the Black Night

Sleeptalk

Neon Grave

Um 21:00 Uhr war es dann soweit. MIW starteten furios. Vom ersten Moment an, als sie mit „Meltdown“ loslegten, explodierte die Halle unter einer Wand aus Sound, Licht und Feuer, die sofort die Stimmung vorgab. Die frühen Songs „Sign of Life“, „A-M-E-R-I-C-A“ und „Thoughts & Prayers“ hielten das Tempo hoch, das Publikum war gefesselt und sang jedes Wort mit. Chris Motionless beherrschte die Bühne mit seiner ruhigen, aber dennoch bedrohlichen Präsenz, während die Band im Hintergrund tight und energiegeladen spielte. „Disguise“ und „Cyberhex“ kamen in der Halle besonders gut zur Geltung und sorgten für tosenden Applaus.

Die visuelle Seite der Show war genauso beeindruckend wie die Musik. Die Tänzerinnen von Cherry Bombs verliehen der Show den ganzen Abend über eine besondere Note. Sie bewegten sich mit energiegeladener Choreografie durch die Bühne und setzten Schleifmaschinen ein, die Funken über die Bühne sprühen ließen. Das verlieh der gesamten Produktion eine düstere, theatralische Note, die perfekt zur Ästhetik der Band passte. Pyrotechnik wurde ausgiebig eingesetzt, die man noch weit hinten im Publikum spüren konnte. So wurden große Momente zu wahren visuellen Effekten im Arena-Maßstab, ohne die Band selbst in den Schatten zu stellen. Des Weiteren kam noch Konfetti, künstlicher Schnee und aufblasbare Bälle zum Einsatz. Mehr ging nun wirklich nicht.

Härtere Stücke wie „Slaughterhouse“ und „Rats“ brachten den Innenraum zum Beben, während bei „Another Life“ die melodischere Seite der Band zum Vorschein kam. Der Abend schloss mit „Eternally Yours“, einem perfekten Abschied. Es war emotional, laut und ein echtes Gemeinschaftserlebnis für Band und Publikum. Mit seinem gewaltigen Sound, den vielschichtigen Visuals und der authentischen Verbindung zum Publikum wirkte es wie eine souveräne, stadiontaugliche Performance einer Band, die genau weiß, wie man eine Bühne dieser Größe beherrscht. Das ausverkaufte Konzert unterstrich einmal mehr, dass Motionless In White eine absolut fantastische Live-Band sind. Ihr Auftritt war nach knapp 95 Minuten zu Ende ohne Zugaben, aber das war akzeptabel.

Setlist:

Intro: OIIA OIIA (Spinning Cat)

Meltdown

Sign of Life

A-M-E-R-I-C-A

Thoughts & Prayers

Voices

Afraid of the Dark

Werewolf

Hollow Points

Necessary Evil

Slaughterhouse

Rats

Disguise

Nothing Ever After (ILLENIUM cover)

City Lights

Scoring the End of the World

Not My Type: Dead as Fuck 2

Soft

Cyberhex

Another Life

Eternally Yours

Outro: Everybody Wants to Rule the World (Tears for Fears song)

Fazit: Alle drei Protagonisten des Abends hatten Erfolg, weil sie unermüdlich und offen eine Verbindung aufgebaut und ein Gefühl der Zugehörigkeit vermittelt haben. Exzellenter Sound und eine fantastische Lightshow rundeten das Konzert ab. Gerne öfter so.

Bericht verfasst von Jens-Peter Topp. Mehr Bilder des Abends gibt es hier.