Bericht: KATAKLYSM „FREEDOM OR DEATH TOUR“ mit VADER & Blood Red Throne in Braunschweig, westand am 25.03.26
Drei Urgesteine auf einer ausgiebigen Europa-Tournee!Aber halt, darf man diese drei Bands als Urgesteine oder gar Legenden und was
Drei Urgesteine auf einer ausgiebigen Europa-Tournee!
Aber halt, darf man diese drei Bands als Urgesteine oder gar Legenden und was auch immer bezeichnen?
Durchaus – sage ich!
Wenn man bedenkt, dass Kataklysm, Vader und Blood Red Throne zusammen auf mehr als 100 Jahre Bühnen-/Szeneerfahrung zurückgreifen können, dann sind es allemal Urgesteine – in diesem Fall die aktiven Legenden des Death Metal!!!
Im wunderbar ausgestatteten „Club“ westand in Braunschweig gab es eins der letzten Konzerte dieser europaweiten Tournee. Gut ausgestattet, da nicht nur der Sound an diesem gesamten Abend bei allen Bands passte, auch das Drumherum war einfach „easy“ und „cool“ – eben ein geiler Abend mit drei eingespielten Bands ohne müde oder ausgelaugt zu wirken, d.h. deren Strapazen der vorherigen Tage on the road waren nicht präsent, eher im Gegenteil: Freude und Wucht!
Einzig und allein durfte man sich die Frage stellen, warum es gerade mal um die 450 Fans an diesem Abend geschafft haben diese Bands zu genießen!?
Ob es nun daran gelegen haben mag, dass es ein Mittwoch oder der stolze Eintrittspreis oder einfach nur weil es eine durchaus lange Tournee gewesen sein ist, steht auf einem anderen Blatt. Egal, diejenigen die vor Ort waren, haben sich ordentlich auf die Mütze geben lassen – wie es sich bei diesem Package auch gehört!
Bereits BLOOD RED THRONE zeigten mit ihrem brachialen technisch-versierten Death-Grind, dass sie seit einigen Tagen auf Tour zusammengewachsen sind und die Tracks durchaus funktionieren. Spielfreude und Begeisterung waren sichtlich vorhanden, was die Fans gern annahmen und auch hier schon mit einem Circle Pit als auch „Ausflippattacken“ vor der Bühne honorierten. Dazu eben ein heftiger Sound, der durchaus dafür gesorgt hat, dass in der großen Halle das Publikum viel Platz hatte um sich auszutoben, während des halbstündigen Auftritts.
Blood Red Throne – Setlist in BS (Titel/Album):
Unleashing Hell – Affiliated With the Suffering (2003)
Beneath the Means – Siltskin (2025)
Every Silent Plea – Nonagon (2024)
Itika – Imperial Congregation (2021)
Vermicular Heritage – Siltskin (2025)
Smite – Altered Genesis (2005)
Mephitication – Altered Genesis (2005)
VADER! Vader live on stage! Muss man da noch etwas hinzufügen? Wohl kaum! Es wird kaum jemanden geben, der/die diese Band noch nicht live gesehen haben wird?!
Der polnische Panzer ist jedes Jahr auf Tournee und weiß genau worauf es ankommt – und die Qualität wird sehr oft auf hohem Niveau beibehalten.
Aber in Braunschweig waren sie nun wieder zu viert, soll bedeuten Mauser ist mit seiner Gitarre nicht mehr an den letzten Tagen der Tour dabei. Das ist durchaus schade, was den wuchtigen Gitarrensound anbelangt, wenn es eben drei, statt nur zwei sonst sind, aber es tat an diesem Abend auch nicht sonderlich geschadet. Erneut hat sich das Quartett sehr gut in Szene setzen können. Spielfreude auch hier vorhanden, zudem das blinde Verständnis und obendrein eben ein Peter, der genau weiß, wie man mit dem Publikum umgehen soll. Bekannt sind seine deutschen Ansprachen (es blieb nicht nur bei „danke schön“, „dziękuję“, „thank you“), als auch der Textzeilen-Wechsel bei „God Is Dead“!
Ein „The Book“ oder „The One Made of Dreams“ machen durchaus den Unterschied in einer „kurzen“ Setlist, aber man vermisste doch zu den sonst üblichen Knallertracks den ein oder anderen von der letzten Mini-EP „Humanihility“. Das hätte mehr überrascht, als eben nur das nicht komplett ausgespielte „Dark Age“ mit einem wunderbaren Übergang zu „Carnal“ – weil es eben auch seit Jahren so üblich ist.
Ebenfalls durchdacht war der Look der Bandmember, die je ein Vader-T-Shirt trugen. (Peter hat zudem seine neuen Gitarre einspielen können, wie Hal seinen neuen Bass; wobei nicht nur der Look hierbei wichtig war).
Und auch wenn das Licht nicht immer perfekt schien – für die Fotografenseite zumindest (an diesem Abend bei jeder Band), so war die Band wie üblich perfekt eingespielt und wie so oft mit Begeisterung dabei.
Schlussendlich gab es daher nur ein Manko an deren Performance: diese war eindeutig zu kurz mit knapp 50 Minuten. Doch keine Bange, diese Band kommt ja wieder – das dürfte wohl klar sein?!
VADER – Setlist in BS (Titel/Album):
Intro; Sothis – De Profundis (1995)
Fractal Light – Black to the Blind (1997)
Wings – Litany (2000)
The One Made of Dreams – Litany (2000)
Reign Forever World – Reign Forever World (2000)
The Book – Impressions in Blood (2006)
Cold Demons – Litany (2000)
Intro
This Is the War – The Art Of War (2005)
Lead Us!!! – The Art Of War (2005)
Triumph of Death – Tibi Et Igni (2014)
Dark Age – The Ultimate Incantation (1992) / cut
Carnal – Black to the Blind (1997)
Helleluyah!!! (God Is Dead) – Impressions in Blood (2006)
Outro
KATAKLYSM haben zwar noch kein neues full-lenght Album (seit 2023) in Petto (Vader übrigens seit 2020), aber die kanadische Dampfwalze hat es sich nicht nehmen lassen einen neuen Track auf die Setlist zu packen, nämlich „The Rabbit Hole“ von 2025 an diesem Abend präsentieren.
Wie gewohnt gab es für knappe 80 Minuten Death Metal der alten Schule mit melodischen Ansätzen und diesmal mit einem sehr gut gelaunten Maurizio. Ja, auch er hatte es sich an diesem Abend nicht nehmen lassen, um das Publikum ordentlich mitzunehmen. Ansprachen und ein aktives Miteinander waren durchaus angebracht.
Das Publikum hat es dem Headliner auf seine Weise, die übliche, gedankt. Schließlich gab es einen bunten Strauß auf der Setlist aus einigen Jahren derer Bandgeschichte und das Publikum hatte nun mal viel Platz um ordentlich abzugehen. Stage-Diver gibt es ja allgemein in der Szene immer weniger, aber Wellenreiter, Circle-Pits als auch „normal“-begeisterte Zuhörer/-seher waren an diesem Abend vorhanden. Von daher ein allgemein betrachtet gelungener Abend, der sicherlich deutlich mehr Fans verdient gehabt hätte. Nicht nur aufgrund dessen, dass gerade ein Club wie das westand für diese Größe der Bands überaus geeignet ist. Mehr dieser vergleichbarer Bands sollten sich an diesen Ort verirren – und die Fans werden sicherlich folgen!
KATAKLYSM – Setlist in BS (Titel/Album):
Push the Venom – Heaven’s Venom (2010)
Thy Serpents Tongue – Of Ghosts and Gods (2015)
Goliath – Goliath (2023)
Die as a King – Goliath (2023)
Prevail – Prevail (2008)
Soul Destroyer – Of Ghosts and Gods (2015)
The Rabbit Hole (2025) + Drum Solo
The Resurrected – Serenity in Fire (2002)
In Shadows & Dust – Shadows & Dust
As I Slither – Serenity in Fire (2004)
Bringer of Vengeance – Goliath (2023)
Crippled & Broken – In the Arms of Devastation (2006)
At the Edge of the World – Heaven’s Venom (2010)
Narcissist – Meditations (2020)
The Black Sheep – Of Ghosts and Gods (2015)
Elevate – Waiting for the End to Come (2013)
















