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Bericht: Fury In The Slaughterhouse „Fury Live Twenty Six“, Release Concert, 26.06.2026, Gilde Parkbühne Hannover

Fury In The Slaughterhouse gehört zu Hannover wie das Niedersachsenstadion, das Treffen unterm Schwanz und die Herrenhäuser Gärten. Als

Bericht: Fury In The Slaughterhouse „Fury Live Twenty Six“, Release Concert, 26.06.2026, Gilde Parkbühne Hannover

Fury In The Slaughterhouse gehört zu Hannover wie das Niedersachsenstadion, das Treffen unterm Schwanz und die Herrenhäuser Gärten. Als die Band sich vor 40 Jahren zusammenfand, war es erst nur eine kleine Band, die vom Ruhm träumte. Ihre ersten Gehversuche unternahm sie in der Glocksee, in der auch die Proberäume waren. Von der kleinen Band um die Ecke haben sich die 6 aber inzwischen zu nationalem Ruhm hoch gearbeitet, nahmen zwischendurch auch mal eine Auszeit und sind seit dem Comeback stärker zurück als jemals zuvor. Gestern Abend gaben sich Fury auf einer ihrer Lieblingslocations in der niedersächsichen Landeshauptstadt die Ehre und stellten ihr gestern erschienenes Album „Changes“ live vor.

Die Parkbühne war gefühlt zwar nicht ganz ausverkauft, was vielleicht auch daran lag, das man die Karten nicht im regulären Vorverkauf erwerben konnte, sondern nur in Verbindung mit dem Kauf der neuen CD über die bandeigene Homepage. Eine vielleicht ungewöhnliche Aktion, die aber bei den Fans angekommen zu sein schien.

Die Temperaturen waren heftig, der Schweiß floß in Strömen und dennoch hatten die Sanitäter weniger zu tun als eingangs befürchtet. Punkt 21:00 Uhr betrat die Band die Bühne und startete mit „Changes“, dem Titelsong des neuen Albums in einen herrlichen Abend. Vorweg kam die Ansage von Kai: „Hallo, wir sind Fury in the Slaughterhouse. Wir kommen aus Hannover und das ist gut so!“, womit das Publikum sofort auf der Seite der Band war. Von einer Sekunde auf die andere waren die heißen 34° wie weggeblasen, vergessen in Anbetracht der zu erwartenden 2 Stunden, in denen die Band exklusiv und einmalig das neue Album komplett spielte.

Zur Abkühlung ließ Kai es sich nicht nehmen in guter alter Ozzy Osbourne Mentalität einen Eimer Wasser über dem Publikum auszuschütten. Dankenswerterweise übrigens, denn so mancher war sicherlich froh über eine kleine Abkühlung zwischendurch.

Wer die Band kennt. weiß, dass sie sich immer wieder für soziale Zwecke einsetzt und dabei auch schon so manche Aktion in der Vergangenheit gelaufen ist. Diesmal stand die Initiative Westprotest, die sich vor allem für den Erhalt der Natur in Hannover Linden und gegen eine Autobahn einsetzt. Schließlich war Christof an diesem Tag mit seinem Bike zur Location gekommen und setzte damit auch gleich ein Zeichen. Daneben kamen die Spenden, die in Form von Getränkebechern reinkamen, dem Verein Kleine Herzen zugute. Eine lobenswerte und vorbildliche Aktion, von der sich so manch anderer gerne eine Scheibe abschneiden kann.

Da das Album erst seit ein paar Stunden erhältlich war, machte es Sinn das Album nicht konsequent in der Reihenfolge zu spielen, sondern es zwischen den Hits und Fan Favoriten zu präsentieren. Die Zuschauer waren aber, wie sollte es auch anders sein, von dem neuen Material begeistert und so mancher war schon erstaunlich textsicher – zumindest bei den vorab bereits veröffentlichten Song. Mit Ehrlichkeit, ihrem ganz eigenen typischen Fury-Sound und verdammt viel Spaß bei der Arbeit, verstand es die Band das Publikum immer wieder auch zum Mitsingen aufzufordern. Mit Druck und Einsatz zeigten die 6, dass sie noch immer zu den besten Livebands Deutschlands gehören. Wie lange das noch geht ließ die Band sich nicht in die Karten schauen, wobei Thorsten andeutete, dass es durchaus möglich wäre, dass es kein weiteres Album geben könnte. Schaun mer mal…

Die Sonne zog sich langsam zurück, die Temperaturen blieben. Selten hat man ein Publikum gesehen, dass völlg durchgeschwitzt aber glücklich, jeden Song lauthals mitsang und die Band fleissig unterstützte. Dass dann natürlich die Klassiker „Radio Orchid“, „Won’t Forget These Days“ und „Time To Wonder“, längst schon Kulturgut hannöverscher Prägung, auch zum Zuge kamen, war klar und hatte wohl auch niemand anders erwartet.

Als dann nach zwei Stunden die letzten Töne verklungen waren, war für die Band noch nicht Schluß, war sie doch direkt im Anschluss, nach einer klitzekleinen Regenerierungspuase, am Merchandisestand anzutreffen, wo sie fleißig Autogramme gab, sich mit den Fans zu Selfies traf und ein paar Worte wechselte. Fury In The Slaughterhouse – eine Band zum Anfassen, die keine Starallüren kennt und sich nicht nur fantreu gibt, sondern genau das auch vorlebt. Respekt dafür!

Setlist:

Changes

9 Lives

Milk And Honey

Letter To Myself

Radio Orchid

Why Worry

Lost And Found

Haunted Head And Heart

Sorrowland

When We Were Young

When I’m Dead And Gone

Viva La Revolución

Believe

Every Generation Got Its Own Disease

Fix This Crack

Trapped Today, Trapped Tomorrow

Rain Will Fall

Kick It Out

Party Girl/Pussycat

Won’t Forget These Days

Years Of Thunder

Time To Wonder

Youth Is Wasted On The Young

Sister Moon

Mehr Bilder sind hier zu inden.