Bericht: Burning Witches / Hammer King – „Witches & Kings Tour 2026“ im Musikzentrum – 05.02.2026
Hammer King „Make Metal Royal Again!“ ist das Motto der Opener an diesem Abend – hymnischer Mitsing-Power-Metal, bei dem
Hammer King
„Make Metal Royal Again!“ ist das Motto der Opener an diesem Abend – hymnischer Mitsing-Power-Metal, bei dem man auch wenn man keinen Song kennt trotzdem sofort mitsingen kann. Die Band des royalen Metals kommt aus Kaiserslautern und hat die Bühne mit großen Kerzenleuchtern und allerlei Dekoobjekten zu einem kleinen Hofstaat inszeniert.
Pünktlich um 20:00 Uhr kommen die fünf in zur Bühnendeko passenden Kostümen auf die Bühne und animieren das Publikum gleich und auch später immer wieder zum Mitmachen. Die Stimmung ist gut, obwohl das Musikzentrum bisher erst locker mit Zuschauern gefüllt ist. Nach dem ersten Song „King for a day“ sagt Sänger Titan Fox V (bürgerlich Patrick Fuchs), dass sie sich sehr auf Hannover gefreut haben, da sie hier noch nie waren und macht Hannover gleich mal zum „Hoheitsgebiet“ – so so, ob wir das so wollen? 😉
Den ganzen Auftritt über gibt es unterhaltsame Showeinlagen, z.B. kommt ab und zu eine Zofe auf die Bühne, reicht Titan Fox einen Kelch zum Trinken oder eine Schale mit Hammer King Plastikmünzen, die ins Publikum geworfen werden. Einige Shirts werden auch verteilt. Es werden diverse Fahnen geschwenkt, ein großer Thor-ähnlicher Hammer kommt zum Einsatz und beim gelungenen Abschluss mit der Hymne „Kingdom of the Hammerking“ fliegen noch ein paar HK-Luftballons. Wer diese Art von Metal mag, ist hier voll und ganz auf seine Kosten gekommen. Ihre Songauswahl ist neben dem gelungenen Kenny Loggings Cover „Danger Zone“ein Mix aus Neu und Alt, wobei der Schwerpunkt auf dem neuen Album „Make Metal Royal Again“ liegt.
Hammer King machen ihre Sache richtig gut, füllen die Bühne aus, nutzen diese für gemeinsames dem Genre entsprechendem Posing und man merkt Ihnen die Spielfreude absolut an. Die „Untertanen“ spiegeln Ihnen dies zurück und singen gerade in den ersten Reihen inbrünstig alles mit. Alle fünf Musiker sind dabei sehr sympathisch, nehmen sich nicht allzu ernst und nach ihrem Auftritt sind sie sofort am Merch, reden freudig mit den Fans und signieren bereitwillig alles. Bravo!
Setlist
The Last Kingdom (intro)
King for a Day
Make Metal Royal Again
Kingdom of Hammers and Kings
Pariah Is My Name
König und Kaiser
Last Hellriders
Awaken The Thunder
Hammerschlag
Danger Zone (Kenny Loggins cover)
Hoheitsgebiet
Kingdom of the Hammer King
The Last Kingdom (outro)
Burning Witches
Nach einer kurzen Umbaupause stürmen die Burning Witches um 21:15 Uhr die Bühne. Absolute Granaten sind die 5 Musikerinnen – sowohl musikalisch als auch optisch und es macht wirklich Spass Ihnen zuzuhören und zuzusehen!
Gegründet wurde die Schweizer Heavy Metal–Power Metal Band von der Gitarristin Romana Kalkuhl – die aktuelle Besetzung besteht außer ihr aus Laura Guldemond (Gesang), Jeanine Grob (Bass), Lala Frischknecht (Drums) und Courtney Cox (Gitarre). Ihr erstes Album und die folgenden Alben wurden von Schmier (Destruction) produziert. Bestimmt haben sie gerade dadurch ihren gewissen rauen Schliff.
Alle fünf Musikerinnen sind absolut mitreißend, enthusiastisch und Sängerin Laura fordert das Publikum nonstop zum Mitsingen und Mitmachen im Hexenzirkel auf. Dies lässt sich das nicht zweimal sagen und macht immer sofort mit. Mit ihrer sehr vielseitigen Stimme singt sie nicht nur – sie keift, röhrt, flüstert und schreit – jeder Ton sitzt und das obwohl sie, außer wenn sie ins Publikum schaut, nur über die Bühne wirbelt und mit ihren Haaren headbangt.
Der Schwerpunkt der Songauswahl liegt auch hier verständlicherweise auf dem Ende 2025 erschienenen Album „Inquisition“. Zur Untermalung des Titelsongs kommt eine Hexe mit Krückstock auf die Bühne. Ansonsten verzichten sie bis auf die markante Teufelsmaske von Laura bei „Dance with the devil“ auf große Showeinlagen und lassen die Musik sprechen. Clever gelöst sind m.E. die Instrumentenwechsel hinter den Sidedrops auf der Bühne.
Die Musik der Burning Witches ist technisch perfekt und sie bestechen mit brachialen Gitarrenriffs und mitreißender Bühnenpräsenz. Dass sie auch leiser können zeigen sie mit der schönen Halbballade „Release me“ im Lichterschein der Handylampen. Ich hatte das Vergnügen direkt links vor Courtney Cox zu stehen – eine großartige Gitarristin, der ich noch viel länger hätte zuhören und zuschauen können. Fun Fact: Sie schaut meist konzentriert auf ihre Gitarre, starrt dann zwischendurch „böse“ ins Publikum, fixiert jemanden und fängt dann irgendwann an zu lachen.
Bestimmt dem ungemütlichen Wetter geschuldet waren es leider nur etwa 250 Zuschauer – sie hätten definitiv mehr verdient gehabt! Ich habe mich sehr unterhalten gefühlt, Dankeschön und nächstes Mal vielleicht keine Tour im Winter!
Setlist
Intro (Sanguini Hominum)
Soul Eater
Shame
Dance With the Devil
Maiden of Steel
The Dark Tower
Sea of Lies
Inquisition
Release Me
Black Widow
Evil Witch
Lucid Nightmare
Hexenhammer
Wings of Steel
The Witch of the North
Burning Witches
Bericht verfasst von Sandra Barclay. Mehr Bilder gibt es hier.














