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Bericht: Architects – European Tour 2026, Support: President + LANDMVRKS, Montag, 13.01.2026 – Hannover, Swiss Life Hall

Die Swiss Life Hall zu Hannover war mit ca. 4.750 Zuschauern ausverkauft, denn es wartet drei Mal gepflegter Post-/Metalcore

Bericht: Architects – European Tour 2026, Support: President + LANDMVRKS, Montag, 13.01.2026 – Hannover, Swiss Life Hall

Die Swiss Life Hall zu Hannover war mit ca. 4.750 Zuschauern ausverkauft, denn es wartet drei Mal gepflegter Post-/Metalcore auf die Fans.

Als erste durften die Newcomer PRESIDENT aus dem UK ran und sie nutzen ihre 25 Minuten Spielzeit gut. Viele Zuschauer hatten sich auf die Band gefreut, denn der Innenraum war schon sehr gut gefüllt. Die Presse durfte unverständlicherweise keine Fotos machen.

Setlist:

Fearless

Interlude 1

Dionysus

Interlude 2

RAGE

Conclave

Destroy Me

Interlude 3

In the Name of the Father

Danach waren LANDMVRKS an der Reihe für 40 Minuten. Den Fans gefiel es, die Band wurde lautstark gefeiert. Der Sound war schon hier sehr gut, das Licht dezent eingesetzt. Der Auftritt war zwar sehr gut, der Bühnenaufbau spartanisch. Das Publikum wurde schon mal auf Betriebstemperatur gebracht. Die Fans dankten es der Band mit dem ersten Monster-Circlepit.

Setlist:

Creature

Death

A Line in the Dust

Sulfur

La valse du temps

Lost in a Wave

Rainfall

Blood Red

Self-Made Black Hole

Um 21:00 Uhr war es dann soweit. Architects starteten furios, als ob sie sich zum Ziel gemacht haben die Halle abzureißen. Der Auftakt von „Elegy“ ist phänomenal; Growlen und Schreien verschmelzen zu einer perfekten Harmonie. Es ist ein fantastisches Set von Sänger Carter und seinen Kollegen. Die Setlist bot alles was das Fanherz begehrte, nur das Beste.

„Whiplash“, „When We Were Young“, „Black Lungs“ und „Curse“ sind die nächsten vier Tracks, und Carter präsentiert sich in Topform – mit einer Bühnenpräsenz, von der die meisten Metalcore-Bands nur träumen können. Die britische Rockszene ist derzeit in Bestform – man muss sich nur Sleep Token und den vielversprechenden Newcomer President ansehen; und Architects sind bereit, die Speerspitze anzuführen.

Das Publikum zollte der Band Tribut, in dem sie sangen, sprangen, crowdsurften und moshten was das Zeug hielt. Eine unglaubliche Stimmung. Sänger Samuel Carter bedankte sich ein ums andere Mal bei den Fans für Ihre Unterstützung. Nicht nur beim Konzert, sondern das sie der Band seit nun schon über 20 Jahren die Treue halten. Das sei für sie nicht selbstverständlich und jedes Album, jedes Konzert sei ein Geschenk. Die Ansagen kamen von Herzen und das merkte man auch sehr deutlich. Das waren keine Phrasen.

Zum Schluss gibt es dann die absoluten Kracher: Architects legen mit „Doomsday“ und „Black Hole“ eine fulminante Performance hin – ein Doppel-Abschluss des Hauptsets. „Doomsday“ ist ein roher Ausbruch von Wahnsinn, auch im Publikum. Für viele andere Bands wäre „Doomsday“ nur eine Zugabe, aber Architects sind keine andere Band – sie haben noch viel mehr zu bieten.

„Seeing Red“ war die erste Zugabe – eine beeindruckende Steigerung und eine Rückkehr zu alter Stärke, die das Publikum zum Mitmachen animierte. Die Sicherheitsleute hatten den ganzen Abend alle Hände voll zu tun, und das Finale war ein wahrer Triumphzug. Die Energie und Leidenschaft der Brighton-Band wurde 80 Minuten lang in die Swiss Life Hall gebracht – und es grenzt an ein Wunder, dass sie danach noch stand. Eine sehr guter krachender Sound und eine super Lichtshow waren das Tüpfelchen auf dem i, ohne SchnickSchnack.

Setlist:

Elegy

Whiplash

when we were young

Black Lungs

Curse

A Match Made in Heaven

deep fake

Impermanence

Red Hypergiant

Gravedigger

Broken Mirror

Brain Dead

Meteor

Everything Ends

Gone with the Wind (Snippet)

Doomsday

Blackhole

Encore:

Seeing Red

Animals

Everything Ends (Remix)

Fazit: Alle 3 Bands haben wieder ordentlich abgeliefert. Die Fans ließen sich trotz der widrigen Wetterbedingen nicht davon abhalten zu feiern. Alle Anwesende erlebten einen furiosen Tour-Start, von dem alle Bands zehren können.

Bericht verfasst von Jens-Peter Topp, Bilder ebenfalls von JP Topp.