Blood Incantation – Timewave Zero
Blood Incantation (USA) „Timewave Zero“Spielzeit: 41 Min.VÖ: 25.02.22Genre: Synth-Prog-Avantgarde-SoundtrackLabel: Century Media Was nu passiert?! Habe ich etwa die falschen
Blood Incantation (USA) „Timewave Zero“
Spielzeit: 41 Min.
VÖ: 25.02.22
Genre: Synth-Prog-Avantgarde-Soundtrack
Label: Century Media

Was nu passiert?! Habe ich etwa die falschen Musik-Dateien im Rechner?
Es ertönt Sci-Fi-Filmmusik, also eher Synthie-Prog-atmosphärische Sounds, anstatt Death-Grind-Geballer aus den Boxen, dabei kenne ich doch das Bandlogo schon seit Jahren?! Da ist doch etwas falsch?!
Doch anscheinend soll das wirklich so sein.
Die US-Death-Grinder haben wohl zu viel Pott während der „Lockdown“-Phase zu sich genommen oder bzw. auch sehr viel Zeit mit u.a. Pink Floyd-, Tangerine Dream-Alben verbracht?! „Timewave Zero“ gleicht einem Schlag ins Gesicht eines jeden (Death-)Metal-Fans. Denn, mit dem deftigen Technical-Prog-Grind-Death Metal, dem sich die Band seit 2011 verschrieben hatte, hat dieses aktuelle Werk NICHTS am Hut. Blood Incantation fabrizieren hier zwei Songs mit einer Gesamtspielzeit von gut 40 Minuten; dabei eben alles nur in Synthie-Trip, Film-Soundtrack, Weltraum-Klänge gehalten. Lediglich das Bandlogo kann darauf abzielen, dass es sich hier um Metal handelt – und dies ist somit wohl laut BGB als „arglistige Täuschung“ zu verzeichnen?!
Warum sie diesen Weg nun gewählt haben, ist mir schleierhaft.
Ja, ich gebe zu, keineswegs sind diese sehr kreativen, eben auch gewagten Sounds schlecht, aber es hat für meine Begriffe auf einem Blood Incantation-Album NICHTS verloren. Sie hätten es ja im Konzeptwerk als „kurze“ Intro-Outro-Spielchen verwenden können oder als Beilage, sozusagen Bonus-Album, zum üblichen Death-Metal-Werk dazu packen können, aber so?! Was soll das?! Ich vermute die Typen sind von Aliens entführt oder umgepolt worden?! Denn, es wäre viel schlauer gewesen diese coolen Sounds als Projekt (Stichwort: Wagnis, Kreativität, freie Hand) unter einem komplett neuen Bandnamen zu veröffentlichen, womit sie auch sicherlich in entsprechenden Genres auch mehr Anerkennung finden würden.
Fazit:
Kreativ, chillig und eine Art Planetarium-Soundtrack! Als ob Pink-Floyd auf „2001: Odyssee im Weltraum“ anno 2022 aus einem anderen Blickwinkel treffen würde!? Daher nur etwas für Nostalgiker, Synthie-Prog-VINYL-Fans, die sich gern zurücklehnen.
Ansonsten, mit dem Logo, als Death/Grind-Metal absolut nicht vermittelbar, auch wenn das Artwork passend zu den Sounds gelungen ist. Die Band scheint entweder entführt worden zu sein oder beim Label gab es ein Verwechslungsproblem mit Coverartwork und Inhalt?!
Tracks:
Io (20:58 Min.)
Ea (19:39 Min.)



