DARK FORTRESS – „Spectres From The Old World“

DARK FORTRESS – „Spectres From The Old World“

📁 Allgemein, Reviews, Tipp der Redaktion 🕔09.März 2020
DARK FORTRESS – „Spectres From The Old World“

DARK FORTRESS – „Spectres From The Old World“

Label: Century Media Records

Laufzeit: 58:09 min

VÖ: 28.02.2020

Genre: Ein Meisterwerk des Black Metal – magisch, einzigartig, mächtig!

Mit „Eidolon“ bin ich zum begeisterten Hörer geworden, und ich gehöre zu denen, die seit 2014 auf neue Musik von DARK FORTRESS gewartet haben. Und endlich – ENDLICH! – liegt nun mit „Spectres From The Old World“ das neue Album der fünf Herren vor, und eines sei vorweg gesagt: Das ist ein faszinierendes Meisterwerk harter Musik geworden.

DARK FORTRESS beweisen wieder einmal, dass sich Musikalität, Filigranität, Sehnsucht, und Feuer, Sturm, Furor nicht ausschließen, sondern zu einem mächtigen Koloss vereinen können, der in hell leuchtender Schönheit hoch hinauf scheint in den Kosmos. DARK FORTRESS dehnen dabei bei einem so grazil klaren wie druckvoll voluminösen Sound ihren Black Metal weit über das Gewohnte hinaus und weit hinein in kälteste Raserei, epische Hymnik, düster aufgetürmte Riffgebirge, mantrische Melodieschwingen, massive Eisengrooves. Die Gitarren sägen brutal und schneiden sich skalpellartig in das weiße Fleisch, unbarmherzig, unnachgiebig, weiter, immer weiter voran. Dabei verlieren selbst die brutal schnell flirrenden Riffkaskaden in den schnellen Stücken kein Gramm an Schwärze und roher Gewalt („Coalescence“, „Spectres from the Old World“, „Pulling at Threads“). Lieder wie das stoisch vorwärts marschierende „The Spider in the Web“, das schleifende „Pali Aike“ oder das mit einem unfassbar fetten Groove gesegnete „In Deepest Time“ sind dagegen grandiose Hymnen voller erhabener Gewalt. Dazu gibt es mit „Isa“ und „Swan Song“ zwei schwarze Monolithen aus Schwere, Massivität, undurchdringliche Kolosse, die sich schwer durch meinen Körper walzen, mich in ihrer grandiosen Mächtigkeit umarmen, verschlingen, liebkosen. Das ist ergreifend, hoch emotional, das entführt mich tief hinab in meine inneren Verliese, in Schatten und Schwärze, in Vergangen und Tod, in Begraben und Zerweint.

Fazit: DARK FORTRESS sind mit „Spectres From The Old World“ in ihrer ganz eigenen Welt angekommen. Das ist Black Metal in einzigartiger kosmischer Unendlichkeit, in allumfassender Emotionaliät und ergreifender dunkler Schönheit. Diese Lieder werde ich noch in Jahren genießen und stets wieder neu entdecken können. Hier gibt es nur eines: Kaufen. Hören. Fallen lassen. Auffahren. Und sanft davon schweben in die eigene Seele.

Liederliste:

1. Nascence (Intro) (1:36)
2. Coalescence (4:32)
3. The Spider in the Web (5:26)
4. Spectres from the Old World (5:50)
5. Pali Aike (5:18)
6. Pazuzu (5:50)
7. Isa (7:38)
8. Pulling at Threads (3:12)
9. In Deepest Time (5:16)
10. Penrose Procession (Interlude) (2:36)
11. Swan Song (7:17)
12. Nox Irae (3:38)

Quelle Bild: facebook.com/officialdarkfortress

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