Rock Hard Festival 2018 – der Freitag, 18.05. in Gelsenkirchen mit Sodom, Tiamat, Dool

Rock Hard Festival 2018 – der Freitag, 18.05. in Gelsenkirchen mit Sodom, Tiamat, Dool

📁 Allgemein, Live 🕔28.Mai 2018
Rock Hard Festival 2018 – der Freitag, 18.05. in Gelsenkirchen mit Sodom, Tiamat, Dool

Keine Frage, die halbe Miete macht das Wetter oft schon aus, wenn wir uns über Open-Air-Veranstaltung unterhalten. Das Rock Hard Festival hatte in diesem Jahr daher auch Glück damit, aber eben nicht nur. Erneut entspannte Atmosphäre, coole Acts für jeden Geschmack und alles fanfreundlich.

Der Freitag, über den wir gern berichten möchte, war allemal ein voller Erfolg. Ich denke, dass dies nicht nur für die Fans, sondern auch den  Veranstalter und alle die drum herum damit zu tun haben. Und dies nicht nur, weil Tom Angelripper mit seiner neuen Truppe im „Wohnzimmer“ als Headliner einheizte, sondern auch die Bands vor dem Hauptact für sehr gute Stimmung sorgten.

DOOL haben ihre 45 Minuten sehr gut nutzen können. Eine Band, die sich seit gut 2 Jahren den Allerwertesten abtourt und bis dato kaum an Energie verloren hat. „She Goat”, “Vantablack” oder “Oweynagat” hatten voll und ganz gezündet und machten Lust auf mehr. Für Dool das erste Mal in Gelsenkirchen, aber sicherlich nicht das letzte.

DIAMOND HEAD, die alten NWOBHM-Säcke, die eigentlich keine mehr sind, da sie mit ihren neuen Leuten im Team frisch wirken, wurden nicht minder weniger begeistert empfangen, was bereits bei der Ankündigung zu spüren war. Und natürlich wurden die Klassiker “Helpless”, “The Prince” als auch zum Ende hin “Am I Evil?“ dem bunt gemischten Publikum präsentiert. Wobei man da schon bei einigen doch einen Aha-Effekt bemerkt hatte; „…den Song kenne ich doch, die da auf der Bühne covern ja Metallica“; so ungefähr.

TIAMAT hatten einen besonderen Auftrag für das Festival, nämlich das erste Mal eine reine „Cluds-Wildhoney-Show“zu spielen. Mit einem „düsterwirkenden“ Johan, der nach dem Intro die Bühne enterte, ging es mit „In A Dream“ in die vollen. Sofort wurden die Geschichten der 1990er Jahre, als der Gothic-Metal erwachte, wieder im Kopf. Anfangs noch mit ein paar Problemen am Gesang und dem Sound, aber mit der Zeit wurde es deutlich besser. Und für die Growl-Parts bei u.a. „The Sleeping Beauty“ hat Johan sich noch einen Mitstreiter auf die Bühne geholt. Etwas verwirrend und nervig waren die Wege hinter die Bühne, die Johan nach fast jedem Song aufnahm. Das änderte sich auch nicht, als das „Wildhoney-Set“ begann. Obwohl nun deutlich mehr Fans im Publikum aus dem Häuschen. Tolle Show und dennoch etwas zu kurz geraten – die man sich auch, wie fast jede andere Band des Rock Hard Festivals 2018 auf WDR-Rockpalast anschauen kann. Nun denn, mit diesem Set sollten TIAMAT bald auch ein paar Clubshows anbieten, mit vielleicht noch ein paar zusätzlichen Hits der restlichen Alben.

Und SODOM: nun denn, die erste Show mit der neuen Mannschaft von Tom. Wenn der Chef in sein Wohnzimmer einlädt, dann ist die Begeisterung nicht nur bei den Fans vorhanden, auch bei der Band deutlich spürbar. Volle Ladung, Power und Energie…die Meute liegt ihnen zu Füßen! Doch das war eben nicht überraschend. Und bei einem Set wie u.a. „Sodomy and Lust”, “Nuclear Winter”, “Outbreak of Evil” oder “The Saw Is the Law” als auch “Blasphemer” und „Bombenhagel“ wusste jeder auf dem Festival, das dies der Headliner ohnehin ist. Sicherlich war es nicht das beste Konzert der Band bis dato, denn viele hatten sie schon in den 1990er Jahren genial erlebt oder eben auch zuletzt bei den 2017er-Shows, die gern auch mal mehr als zwei Stunden andauerten. Aber es war dennoch ordentlich. Auch wenn klar ist, dass sich die Band noch einige Monate einspielen muss, um auch bei den Fans das Kopfkino von „drei“ Sodom-Memebern wegzubekommen, so war das schon mal ein sehr guter Anfang – gerade in Gelsenkirchen. Ja, die neuen SODOM sind da und es ist mit ihnen zu rechnen, zumal sie auch den neuen (Cover)Song präsentierten und es bald ein Album geben wird.

Rock Hard Festival lohnt sich immer wieder.
Entspannte Atmosphäre, eine ordentlicher als auch abgestimmte Organisation & geniale Livemusik als auch Nebenprogramm für jeden Geschmack des Heavy Metal.

 

…die weiteren Fotos in der Galerie:

Rock Hard Festival 2018: Sodom, Tiamat, Dool, Diamond Head

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