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News. Schock bei Venom – Legende Cronos ist Tot!

Schock bei Venom: Conrad „Cronos“ Lant, Sänger, Bassist und über Jahrzehnte das prägende Gesicht der britischen Metal-Pioniere Venom, ist

News.  Schock bei Venom – Legende Cronos ist Tot!

Schock bei Venom: Conrad „Cronos“ Lant, Sänger, Bassist und über Jahrzehnte das prägende Gesicht der britischen Metal-Pioniere Venom, ist im Alter von 63 Jahren verstorben. Die Band machte die Nachricht am 1. Oktober 2026 öffentlich. Angaben zu einer Todesursache liegen bislang nicht vor. Für die internationale Metal-Szene bedeutet sein Tod den Verlust eines Musikers, dessen Einfluss sich weit über die eigene Bandgeschichte hinaus erstreckt.

Cronos gehörte zu jener Generation, die Anfang der Achtziger half, Heavy Metal in bislang kaum ausgelotete Bereiche zu treiben. Gemeinsam mit Venom entstand ein Sound, der roher, schmutziger und aggressiver ausfiel als vieles, was zu jener Zeit unter dem Banner der New Wave Of British Heavy Metal veröffentlicht wurde. Spätere Entwicklungen im Thrash, Death und Black Metal wären ohne diese frühen Grenzverschiebungen zumindest schwer in derselben Form vorstellbar.

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Venom bestätigen den Tod von Cronos

Die Nachricht vom Tod des Musikers wurde von Venom selbst verbreitet. In ihrem Abschied erinnerte die Band insbesondere an jene Veröffentlichungen, die den Namen Venom Anfang der Achtziger international bekannt machten und später zu Referenzpunkten für zahlreiche härtere Metal-Spielarten wurden.

Dazu zählen vor allem „Welcome To Hell“ von 1981 und das nur ein Jahr später erschienene „Black Metal“. Mit „At War With Satan“ und „Possessed“ folgten zwei weitere Alben der klassischen Phase.

Auch Cronos’ Sohn Nathan Lant wandte sich nach dem Tod seines Vaters an die Anhänger der Band und bedankte sich für die Unterstützung, die ihn über Jahrzehnte begleitet hatte. Venom selbst brachten den Abschied mit wenigen Worten auf den Punkt.

Von Newcastle aus in die Geschichte des Extreme Metal

Conrad Thomas Lant wurde am 15. Januar 1963 in London geboren und wuchs später in Newcastle upon Tyne auf. Dort begann auch seine musikalische Laufbahn. Ende der Siebziger wurde er Teil jener Bandkonstellation, aus der schließlich Venom hervorgingen.

Anfangs spielte Lant Gitarre, wechselte später jedoch zum Bass und übernahm zusätzlich den Gesang. Gemeinsam mit Gitarrist Jeffrey „Mantas“ Dunn und Schlagzeuger Tony „Abaddon“ Bray bildete er jene Besetzung, die bis heute als klassische Venom-Formation gilt.

Venom entstanden zwar mitten in der Ära der New Wave Of British Heavy Metal, gingen musikalisch jedoch früh einen wesentlich ruppigeren Weg. Die Songs waren schnell, massiv verzerrt und deutlich weniger auf technische Sauberkeit ausgerichtet als bei vielen Zeitgenossen. Punkartige Direktheit traf auf Heavy Metal und eine Bühnenästhetik, die bewusst mit satanischen und okkulten Motiven provozierte.

Entscheidend war dabei nicht nur die Musik. Venom verstanden früh, dass Klang, Auftreten, Texte und visuelle Inszenierung zusammengehören konnten. Cronos stand im Mittelpunkt dieses Konzepts: mit rauer Stimme, stark verzerrtem Bass und einer Präsenz, die wenig mit dem klassischen Bild eines technisch geschulten Heavy-Metal-Frontmanns zu tun hatte.

„Black Metal“ wird vom Albumtitel zum Genrebegriff

Bereits das 1981 veröffentlichte Debüt „Welcome To Hell“ zeigte, wohin die Reise gehen sollte. Die Produktion wirkte ungeschliffen, die Musik aggressiv und das Auftreten kompromisslos. Ein Jahr später folgte jedoch jenes Album, dessen Titel weit über Venom hinaus Geschichte schreiben sollte: „Black Metal“.

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Venom spielten zu diesem Zeitpunkt noch nicht den Black Metal, der sich später insbesondere in Skandinavien als eigenständige musikalische Ausdrucksform etablierte. Trotzdem lieferte die Band nicht nur den späteren Genrebegriff. Ihr Umgang mit Geschwindigkeit, Verzerrung, Provokation und düsterer Bildsprache gehörte zu den Bausteinen, an denen sich nachfolgende Musiker orientierten.

Auch für die frühe Thrash-Metal-Szene waren Venom eine wichtige Referenz. Bands und Musiker aus dem Umfeld von Metallica, Slayer, Exodus oder Anthrax erlebten eine Gruppe, die Heavy Metal mit einer für die frühen Achtziger außergewöhnlichen Härte und Direktheit spielte.

Venom mussten nicht selbst wie spätere Thrash-, Death- oder Black-Metal-Formationen klingen, um deren Entwicklung zu beeinflussen. Ihre Rolle bestand vielmehr darin, Grenzen sichtbar zu verschieben und zu zeigen, dass Heavy Metal noch aggressiver und extremer gedacht werden konnte.

Cronos bestimmte Klang und Erscheinungsbild von Venom

Der Wiedererkennungswert von Cronos beruhte auf mehreren Faktoren gleichzeitig. Sein Bass war stark verzerrt und wesentlich dominanter als bei vielen anderen Metal-Produktionen seiner Zeit. Dazu kam eine Stimme, die rau, heiser und konfrontativ wirkte.

Auch auf der Bühne setzte Venom nicht auf Zurückhaltung. Leder, Nieten, Feuer und satanische Symbolik waren Teil einer bewusst überzeichneten Show. Das Ganze war Provokation und Theater zugleich – allerdings mit einer Konsequenz umgesetzt, die zahlreiche spätere Extreme-Metal-Bands nachhaltig prägte.

Ausstieg, Solokarriere und Rückkehr zu Venom

Die klassische Venom-Besetzung blieb nicht dauerhaft bestehen. 1987 verließ Cronos die Band und arbeitete anschließend unter seinem eigenen Künstlernamen weiter. In den frühen Neunzigern erschienen mehrere Veröffentlichungen seines Projekts Cronos.

Mitte der Neunziger kam es noch einmal zu einer Wiedervereinigung mit Mantas und Abaddon. Aus dieser Phase stammt unter anderem das 1997 veröffentlichte Venom-Album „Cast In Stone“. Dauerhaft hielt die klassische Konstellation jedoch erneut nicht.

Cronos führte Venom schließlich mit anderen Musikern weiter. Zu seiner langjährigen späteren Besetzung gehörten Gitarrist Stuart „Rage“ Dixon und Schlagzeuger Danny „Danté“ Needham.

Zwischenzeitlich musste Lant auch gesundheitlich bedingt Abstand vom Bass nehmen. Nach einer schweren Verletzung infolge eines Kletterunfalls Anfang der 2000er beschäftigte er sich intensiver mit Computern und Multimedia. Später kehrte er wieder vollständig zur Musik zurück.

Noch 2026 veröffentlichten Venom „Into Oblivion“

Cronos blieb bis zuletzt musikalisch aktiv. Erst am 1. Mai 2026 erschien mit „Into Oblivion“ ein weiteres Studioalbum von Venom. Lant übernahm darauf erneut Bass und Gesang und war außerdem in Produktion und Songwriting eingebunden.

Gemeinsam mit Stuart Dixon und Danny Needham führte er die Band damit bis unmittelbar in sein letztes Lebensjahr hinein weiter. Im Juni 2026 standen Venom zudem unter anderem beim Sweden Rock Festival auf der Bühne.

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Weggefährten erinnern an Cronos

Nach Bekanntwerden seines Todes meldeten sich zahlreiche Musiker und frühere Weggefährten zu Wort. Dazu gehörte auch der ehemalige Venom-Gitarrist Jeff „Mantas“ Dunn. Obwohl das Verhältnis der beiden Musiker über lange Zeit von Spannungen geprägt war, rückte Mantas in seinem Abschied die gemeinsame Vergangenheit und den Einfluss der ursprünglichen Venom-Besetzung in den Vordergrund.

Auch Gary Holt von Exodus und Slayer würdigte Cronos. Venom gehörten für die entstehende Thrash-Metal-Generation zu jenen Bands, die demonstrierten, wie weit sich Tempo, Härte und Aggression innerhalb des Heavy Metal steigern ließen.

Ein Name, der mit der Geschichte des Extreme Metal verbunden bleibt

Der Einfluss von Cronos lässt sich kaum auf einen einzelnen Song oder ein bestimmtes Album reduzieren. Seine Bedeutung liegt vielmehr in der Kombination aus Sound, Haltung und Inszenierung. Venom gehörten zu den Bands, die zu Beginn der Achtziger eine Verbindung zwischen Heavy Metal und einer wesentlich extremeren Ausdrucksform herstellten.

Dass „Black Metal“ Jahrzehnte später als selbstverständlicher Name eines weltweiten Genres verwendet wird, ist dafür das offensichtlichste Beispiel. Gleichzeitig blieb Cronos nie ausschließlich eine Figur aus der Vergangenheit. Er führte Venom über zahlreiche Besetzungswechsel hinweg weiter und veröffentlichte noch wenige Monate vor seinem Tod neue Musik.

Seine Stimme, sein unverkennbarer Basssound und die frühen Venom-Alben bleiben damit Teil einer Entwicklung, die Heavy Metal nachhaltig verändert hat.

Conrad „Cronos“ Lant wurde 63 Jahre alt. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie, seinen Freunden, seinen Bandkollegen und allen Weggefährten.

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