Peter Maffay, MTV Unplugged, TUI-Arena Hannover, 16.02.2018

Peter Maffay, MTV Unplugged, TUI-Arena Hannover, 16.02.2018

📁 Allgemein, Live, Musik, Reviews 🕔18.Februar 2018
Peter Maffay, MTV Unplugged, TUI-Arena Hannover, 16.02.2018
Auch nach über 40 Jahren im Business weiß Maffay seine Fans immer wieder zu überraschen. So fand im letzten Jahr die Aufzeichnung für MTV Unplugged statt und fand sofort hohen Anklang bei seinen Fans. Am Freitag war es nun auch in Hannover soweit und Maffay trumpfte mit seiner 18-köpfigen Band auf. Mit 10.000 Besuchern war die TUI-Arena auch nahezu ausverkauft, nur ein paar leere Plätze zwischendrin waren auszumachen.
 
Unplugged bedeutet bei Peter Maffay trotzdem irgendwie noch immer Rock und keine weichgespülten Versuche die Songs möglichst unbearbeitet zu präsentieren. 150 Minuten verstand es die Band zu rocken, auch wenn sich so manch alte „Schnulze“ ins Repertoire eingeschlichen hatte. Diese wurden übrigens vom Publikum frenetisch abgefeiert. Verrückte Welt. Als Gäste durfte Peter Johannes Oerding, Laith Al-Deen, Jennifer Weist (Jennifer Rostock), Tony Carey und Ilse De Lange (Common Linnets) begrüßen.
 
Maffay versteht wie kein Zweiter sein Publikum bei der Stange zu halten, unterhält, wendet sich auch gerne mit kritischen Worten unseres alltäglichen Daseins an seine Fans und wirkt dabei mehr als authentisch und ehrlich. Songs wie „Eiszeit“, „Über sieben Brücken musst du gehen“ oder auch „Nessaja“ kommen zum Zug, doch es sind immer wieder diese magischen Momente, bei denen man förmlich spürt Teil einer Familie zu sein.
 
Maffay ist schon lange weg von seinem Schlagerimage, hat schon vor 39 Jahren bewiesen, dass eigentlich ein Rocker in ihm steckt. Großen Anteil daran hat natürlich auch seine wie immer exzellente Band, die mit Carl Carlton, Peter Keller, Bertram Engel, Ken Taylor und Pascal Kravetz lange Wegbereiter vorzuweisen hat. Unterstützung gab es diesmal von Streichern, Bläsern und Lap-Steel Guitar, die sich allesamt wunderbar in den Maffayschen Songzyklus einpassten.
 
Maffay zeigte erneut, dass man mit 68 Jahren noch lange nicht zum alten Eisen gehören muss und selbst ein Format wie MTV Unplugged am Ende mit zwei elektrisch vorgetragenen Rocknummern aus seiner eigenen Bahn werfen kann.
 
Grandios! Wie immer eigentlich!
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