MTV Headbangers Ball Tour 2017 – ROOTS, OVERKILL, Insomnium, Deserted Fear in Hamburg, 29.11.2017

MTV Headbangers Ball Tour 2017 – ROOTS, OVERKILL, Insomnium, Deserted Fear in Hamburg, 29.11.2017

📁 Live, Musik 🕔01.Dezember 2017
MTV Headbangers Ball Tour 2017 – ROOTS, OVERKILL, Insomnium, Deserted Fear in Hamburg, 29.11.2017

In letzter Zeit scheinen Konzerte mehr und mehr super pünktlich anzufangen, so auch der MTV Headbangers Ball in der Großen Freiheit 36. 18:30 Beginn steht drauf; 18:35 dort und schon das erste Liedchen verpasst.

Was schade ist denn Deserted Fear machen sofort Laune. Death Metal aus Thüringen. Der Sound ist gut, ordentlich Bass. An selbigen steht an diesem Abend eine Vertretung, da der Stammbasser keinen Urlaub bekam. Leider war der Laden noch ziemlich leer, aber die da waren bangten schon munter mit. Nach 35 Minuten klingt der letzte Song ‚Bury your Dead‘ aus. Augenscheinlich hatten die Thüringer und die frühen Vögel unter den Zuschauern ihren Spaß.

 

Um 19:30: Bühne frei für Insomnium.

 

Beim Opener ‚Primeval Dark‘ gab es Intro und Keyboardbackground vom Band, mit den 2 Gitarren und Bass ein breiter Teppich mit viel Übergängen mit Tempowechsel.

Der Saal war schon deutlich voller und vor der Band durch bedächtiges Kopfwackeln geprägt.

Beim Titel ‚Killjoy‘ wechselten sich sehr langsame Parts mit sich folgend aufbauenden Melodien bis zum schnellen Shouting. ‚Weather the Storm‘ hat einen geilen treibenden Beat. Insgesamt wirken die Finnen etwas produzierter als die Vorgänger, aber der Sound ist gut und Alle grooven mit. Einmal kommt es sogar zum fast vorweihnachtlichen Klatschen. Als neuntes und letztes Stück von Imsomnium gab es ‚One for Sorrow‘ zu hören.

Nach dem Abgang der Finnen skandierten viele ‚One more Song‘ was diese nicht erhörten. Ob ‚Zugabe‘ oder selbiges auf finnisch (‚ylimääräinen‘) geholfen hätte ist zu bezweifeln, da der Zeitplan dieses Abends anscheinen heilig war.

 

In der Pause einmal im Hellen umgeschaut: Es war recht voll aber nicht ausverkauft. Der Balkon, auf dem auch noch einige passen würden war nicht geöffnet.

 

Overkill ist gefühlt eine Band, die ich am häufigsten gesehen habe und sie haben mich noch nie enttäuscht. Und gleich vorweg: Auch diesmal haben sie es nicht geschafft.

Der Opener ist schon Fett und ein ganz anderes Brett als das was es hier vorher zu hören gab. Ich huldige mit meinen alten W.F.O.-Shirt und befinde mich damit in bester Gesellschaft, Overkill Shirts scheinen heute die Mehrheit zu kleiden.

Als 2tes gleich mal ‚Rotten to the Core‘. Die Halle bebt schon. Als 3ten Song Electro Rattlesnake.

Später folgt ‚We are the Wrecking Crew‘: Und Alle quitschen mit.

Bobby nimmt seine Auszeiten hinter der Bühne, wohl um regelmäßig die Stimme zu ölen.  Höchstwahrscheinlich mit etwas für hohe Drehzahlen, extra hochviskoses 10W-60 oder so.

‚Good to be in the fuckin reeeeeeeeeperrrrrbahn again‘

Der neue Song ‚The Grinding Wheel‘ funktioniert live unglaublich gut und klingt schon jetzt wie etwas das man in 35 Jahren als Klassiker nochmal hören will. Davon haben Overkill aber so viele, dass längst nicht alle in diesen engen Abend passen. Ein weiterer Klassiker folgt mit Iron Bound: unfassbar routiniert und gut.

Das die Zeit diesmal etwas kurz war konnte man deutlich daran erkennen das Bobby ‚Blitz‘ auch beim letzten Song noch sein Shirt trug. Zum Abschied gab es wie immer das schöne ‚Fuck you‘ – Verpiss Dich. Band und Hörer zeigen sich freudig den Stinkefinger.

Wieder mal eines der ehrlichsten Bretter der Zunft. Auf die ersten 35 Jahre!

 

Dann kommen Roots – oder ‘Return to Roots’. Die Einstimmung der Instrumente lässt schon schön den alten Sepultura Sound erahnen. Max & Iggor Cavalera – feiern den 20ten Jahrestag des legendären Albums ‘Roots’ – deshalb wird das ganze Ding komplett durchgespielt.

Opener klar: Roots bloody Roots – Hüpfen für Alle ab Song 1. Das geht so weiter bis als viertes Ratamahatta kommt – Stakkato in Reinform. Man merkt: Iggor hat ein fett abgestimmtes Schlagzeug.

Die Phase danach …Straighthate … Born Stubborn … ist durchgehend gut und wird immer wieder richtig groß wenn der gemeinsame Groove kommt.

Als Zugabe gibt es Ace of Spades – Max klingt nicht wie Lemmy aber sehr geil und natürlich am Ende als Letztes nochmal Roots bloody Roots in schnell mit Circle Pit bis zum zu frühen Ende.

 

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