METALL (DE) – Metalheads

METALL (DE) – Metalheads

📁 Allgemein, Musik, Reviews 🕔04.März 2018
METALL (DE) – Metalheads

Die Band Metall wurde bereits in den frühen 80ern in der damaligen DDR gegründet (Ur-Mitglieder: Thomas Post , Roland Tschech , Uwe Lerach , Ronald Schulze, Sven Rappoldt) und war regelmäßiger Gast in den Radiosendungen, die damals gestattet wurden (u.a. DT64). 1988 benannte man sich in Headless um und 1991 löste man sich dann auf. 2013 initiierte Berlins Metalbar-Chef No. 1 (Sven Rappoldt aka Rob Halford der II.) ein Comeback, stellte eine passable Truppe befreundeter Musiker zusammen und traten u.a. auf dem Taunus Metal Fest, Rude Open Air oder auch als Opener für Bullet zurück ins Licht der Szene. 2017 krönte man die Bandgeschichte mit dem Album „Metalheads“, welches nicht nur Licht, sondern auch ebenso viel Schatten birgt…

Fazit: Ich war sehr neugierig, als der Silberling bei mir landete. Schafft es mein Lieblings-Rockbar-Gastgeber der Metall-Geschichte neues Leben einzuhauchen oder wird das nur ein gutgemeinter Gag befreundeter Hobbymusiker? Nach vielen Durchläufen ist mein persönliches Ergebnis „Ja“ und „Nein“. Neues Leben wurde dem auf jeden Fall eingehaucht und es macht auch Spaß, dem ganzen lautstark seine Aufmerksamkeit zu widmen, mitzuwippen, die Rübe zu schütteln, in die Luftgitarren zu greifen und nochmal das Air-Drumkit rauszuholen. Der Spaß ist irgendwie programmiert, wobei das Songwriting sehr dünn ausgefallen ist. Soll heißen: es sollten keinen Metallica Arrangements erwartet werden! Bei den Berlinern funktioniert das alles auch bedeutend simpler, aber auch irgendwie partytauglicher. Bin mir sicher, Live wird ordentlich gefeiert und das muss ich mir auch noch geben. Doch von Pladde aus, zeichnen sich andere arge Probleme ab, bzw. ist es eigentlich nur ein Problem: der Gesang (!??!?). Mal laut, mal leise aber vor allem auch öfter mal -nicht-Töne-treffend, zieht die Stimme die gutgelaunten und vor allem auch liebevoll produzierten Songs in ein tiefes, dunkles Loch; weder die Clean Vocals noch das Growling können richtig begeistern. Es tut mir sehr leid denn es ist zu hören, dass der Herr alles gibt, aber um einen einigermaßen semi-professionellem Weg zu betreten, ist das viel zu wenig was da rausgekommen ist. Irgendwie an (natürlich) Judas Priest, Maiden, Saxon und Co. erinnernd, wurden keine Metalhymnen für´s Leben aber für´s Herz geschrieben, mit denen man als Metalband ruhigen Gewissens durch die Lande tingeln kann. Aber es muss unbedingt Verbesserung im Gesang her, dann klappt´s auch mit dem Nachbarn! Spaßfaktor: 4 von 5 Sterne – Kunst: 1,5 Punkte von 5 Punkten. Doch wir vergeben keine Noten und Punkte, weil Geschmäcker ja grundverschieden sind. Ich kann nur betonen, was mir als jahrelanger Metalhead echt abgeht und das ist bei Metall leider die Schwachstelle Gesang. Echte Metalheads müssen Metall gehört haben und sollten sich selbst ein Bild von dem machen, was mir leider total mißfällt…und was mir sehr gut gefällt denn Attitüde und Einstellung stimmen zu 100%! METTÄÄLLL!!!!!

Tracklist:

01. Metalheads
02. Fly
03. Crimson King
04. The Gods Above The Sky
05. Riding On The Storm
06. Glory
07. Imperium
08. Wrath

Line-Up:

Joel Stieve Dawe – Gesang
Daniel Dokic – Gitarre
Sven Rappoldt – Bass
Marco Thäle – Schlagzeug

VÖ: 07-05-2017

Label: Iron Shield Records

Spielzeit: 40:28 Min.

Herkunft: Deutschland

Genre: Metal, Heavy Metal

Tourdates:

23.03. Hamburg -Bambi Galore
24.03. Osterath -Savanne
06.04. Braunschweig – Harrys Bierhaus
07.04. Lauenburg – Gnasteiners
13.04. Dresden – Studentenclub WU5
27.04. Berlin – Cortina Bob
18.08. Berlin – Wendenturm Open Air – Köpenick

Internet:

FB – https://www.facebook.com/metallofficial/

HP – http://metall-heavyband.de/

Bandcamp – https://metall-heavyband.bandcamp.com/

 

 

 

 

 

 

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