MADBRAIN – „Retribution“

MADBRAIN – „Retribution“

📁 Reviews 🕔05.Januar 2018
MADBRAIN – „Retribution“

MADBRAIN – „Retribution“

Label: Eigenveröffentlichung

Laufzeit: 28:10 min

VÖ: 21.04.2017

Genre: fett räudiger roher Underground Trash Metal

Die Wuppertaler Herren von MADBRAIN existieren seit 2003 und haben – so berichtet es die allwissende Encyclopaedia Metallum – nach zwei Demos 2006 und 2007 sowie einer EP 2010 mit „Retribution“ 2017 ihre erste Scheibe veröffentlicht. Dass hier eine ganze Menge Enthusiasmus reingesteckt worden ist, beweist allein die Tatsache, dass die Band alles in Eigenregie durchgezogen hat. Dafür gibt es schon mal einen kräftigen Applaus vorab.

Die Herren präsentieren uns richtig schön räudigen Trash, der ab und an aufgrund des doch recht tiefen und aggressiven Gesangs in die Death-Hölle schielt („Virtues“, „Aviator“, „Trash Massacre“). Die Geschwindigkeit wird stets hoch gehalten, bewegt sich aber in einem angenehm Headbanger freundlichen Tempo. Und eines muss man konstatieren: Das knallt und rumpelt so richtig schön geradeaus, das packt und zerrt einen fortwährend, und schon bei den ersten Tönen fängt das Zucken an, in Bein, Nacken, Schädel, Bauch, Eiern, und lässt mich nicht mehr los! Das ist Trash für den Freitagnachmittag, alles in die Ecke schmeißen, raus aus dem Büro oder der Halle, ab nach Hause, Anlage an, rauf auf das Sofa, Hemd aus der Hose und ein kaltes Bier an den Hals. Prost!

Die Gitarren braten und sägen zumeist recht simple, aber umso effektivere Riffs, die von einem treibenden Schlagzeug nach vorne getrieben werden. Das ergibt in der Summe schön eingängige Songs, die in Aufbau und Struktur jederzeit nachvollziehbar sind, ohne sich in Eintönigkeit zu verlieren. Und bitte Primitivität nicht mit Stumpfheit verwechseln: Die Herren gestalten ihre Stücke abwechslungsreich und streuen immer wieder interessante Parts ein: Hört Euch mal den Bass in „Cult Of Death“ an, oder den Anfang von „MadBrain“, das sind zum Einen schön fette Basslinien, zum Anderen schwer groovende Gitarren, bevor es dann wieder mächtig nach vorne prescht. Und „MadBrain“ ist ein echter Kracher! Dazu passt der Sound, MADBRAIN haben für eine Eigenproduktion alles herausgeholt und ihrer Scheibe einen Sound verpasst, der ebenso drückend wie roh und transparent ist. Nun ja, ich werde allerdings auch nicht der Erste sein, der moniert, dass knappe 28 Minuten schon eher als EP zu bezeichnen sind. Zwei Songs mehr hätte ich mir schon gewünscht.

Fazit: MADBRAIN machen mit ihrem räudigen Death Trash alles richtig! Ich hoffe, die Herren lassen sich nicht wieder soviel Zeit, sondern bleiben am TrashBall und versorgen uns bald mit neuen Trash Granaten! Dafür wünsche ich Ihnen verdammt viel Glück! Sie haben es sich redlich verdient!

Tracklist

1. Retrospective (0:41)
2. Zombie Bukakke (4:02)
3. Virtues (3:22)
4. Aviator (4:19)
5. Cult of Death (3:08)
6. MadBrain (6:06)
7. Retribution (2:48)
8. Thrash Massacre (3:44)

(Quelle Bilder: http://www.madbrain.de/)

 

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