Frequency Drift (D) – Letters To Maro

Frequency Drift (D) – Letters To Maro

📁 Allgemein, Musik, Reviews 🕔25.April 2018
Frequency Drift (D) – Letters To Maro

Die Bayreuther Frequency Drift, sonst eigentlich eher bekannt für härtere Klänge im Prog-Kosmos, zeigen erneut ihre Wandlungsfähigkeit und legen mit „Letters To Maro“ ein Album vor, das sich wohltuend von all seinnen Vorgängern abhebt.

 

Cineastische Klänge, die auch jedem anspruchsvollen Film gut zu Gesicht stehen würden, malen eine Breitwandatmosphäre in die heimischen Räume, lassen eine Luftigkeit und zugleich räumliche Distanz entstehen, die beeindruckend ist. Sphärische Klänge mit der warmen Stimme von Neuzugang Irini Alexia, die nicht selten auch in melancholische Tiefen abtaucht, zeichnen das Album aus, das sich daneben auch durch seine lyrischen Glanztaten hervor tut. Voll beschwingter Leichtigkeit gleiten die Songs am Ohr des Hörers vorbei, laden ihn förmlich ein, sich in den Soundgebilden fallen zu lassen. Ein Album für Fast Food Hörer ist das auf keinen Fall, sondern eher Stoff für anspruchsvolle Fans, die auch gerne einmal über ihren eigenen Tellerrand hinausschauen wollen. Die Songs treffen dabei auf wundersame Weise direkt in Herz und Hirn, setzen sich fast schon fest und wollen doch sogleich wieder entfleuchen. Dass bei diesem Konzept die progressiven Parts zu Gunsten eines eher in Art-Rock Gefilde ausgerichteten Sounds zu kurz kommen, liegt auf der Hand, sollte aber dennoch keinen Fan der Band davon abhalten, sich eine Offenbarung zuteil werden zu lassen.

 

 

Fazit: Beeindruckend anders.

 

  1. Dear Maro
  2. Underground
  3. Electricity
  4. Neon
  5. Deprivation
  6. Izanami
  7. Nine
  8. Escalator
  9. Sleep Paralysis
  10. Who’s Master
  11. Ghosts When It Rains

 

 

Label: Gentle Art Of Music

VÖ: 13.04.2018

Laufzeit: 64:06 Min.

Herkunft: Deutschland

Stil: Prog Rock

Webseite: http://frequencydrift.com/

 

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